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CELESTIAL RUIN: Pandora [EP] [Eigenproduktion]

Guter Symphonic Metal aus Kanada mit sehr starker Sängerin.

Hätte ich eine Glaskugel, so würde ich CELESTIAL RUIN in naher Zukunft bei Napalm Records sehen. Denn nicht nur, dass der Symphonic Metal gut in die Linie des österreichischen Labels passen würde, selbst wenn zuletzt scheinbar auch das Faible für Thrash Metal entdeckt wurde, auch der Umstand, dass CELESTIAL RUIN aus Kanada kommen, lässt diese Vermutung in Erscheinung treten. Schließlich nahm Napalm Records zuletzt eine ganze Reihe von Female Fronted Metal-Bands aus dem nordamerikanischen Land unter Vertrag.

Doch zur Musik: Nach einem Album (The Awakening, 2012) präsentieren CELESTIAL RUIN mit Pandora eine EP, die sich ganz schön stark macht. Schon der Opener Murder of Crows zeigt auf, wohin die Reise geht. Der treibende Track führt gut in die Scheibe ein und lässt ein erstes Mal vor dem Gesang von Larissa Dawn den Hut ziehen (und das nicht zum ersten Mal). Dabei beweisen die Kanadier auch ihre Stärke im Songwriting, als dass sie die Songs derart arrangieren können, dass ihnen eine gewisse Dramatik und Spannung innewohnt. Sehr gut gelungen auch in No Quarter.

Dagegen gibt es dann auch wieder etwas ereignisärmere Songs wie Sense of Exile, das aber ein nettes Gitarren-Solo gegen Ende anzubieten hat. Sanfter ist auch Nevermore gehalten, allerdings spielt Larissa Dawn dort  – wie vorangekündigt – ihre Karten aus, als dass sie ihre Stimme wandlungsfähig und kräftig einsetzt. Respekt – der Song an sich wäre im Übrigen in musikalischer Hinsicht nicht besonders erwähnenswert.

CELESTIAL RUIN lieferen mit Pandora eine reife Leistung ab, die mitunter auch nicht verwundert, fand sich doch mit Joost Van Den Broek (STAR ONE, Ex-AFTER FOREVER) ein Produzent, der das abgelieferte Genre recht gut kennt und beherrscht(e). Wenn es der Band noch gelingt, die guten Songwriting-Passagen mit den starken Gesangsausbrüchen zu vereinen, dann hätte man wohl den einen oder anderen richtig großen Hit.

Veröffentlichungstermin: 20.05.2016

Spielzeit: 23:32 Min.

Line-Up:
Larissa Dawn – Gesang
Mike Dagenais – Bass
Eriz Crux – Gitarre
Adam Todd – Schlagzeug
Ruben Wijga – Keyboards

Produziert von Joost Van Den Broek (STAR ONE, Ex-AFTER FOREVER)
Label: Eigenproduktion

Homepage: http://celestialruin.com

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/celestialruincanada

Tracklist:
1. Murder of Crows
2. Sense of Exile
3. No Quarter
4. Nevermore
5. Firestorm

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