BEHEMOTH: And The Forests Dream Eternally [Re-Release]

Kurz nachdem BEHEMOTH mit ihrer Online-Performance “In Absentia Dei” neue Maßstäbe für das Pandemie-Konzertformat setzen, erscheint mit “And the forests dream eternally” ein Re-Release mit der Destination 1995. Die Veröffentlichungsgeschichte der Kult-EP aus Polen ist durchwachsen und es existieren zahlreiche Varianten – offizielle wie auch inoffizielle. METAL BLADE RECORDS haben sich nun ein für alle mal der ordentlichen Veröffentlichung von “And the forests dream eternally” angenommen.

Neben der digitalen Variante gibt es eine limitierte Vinylversion in sieben Farben (ansonsten ist man diese Farbverliebtheit für Old School Black Metal-Alben ja eher von CENTURY MEDIA – Stichwort ULVERs “Nattens Madrigal” – gewöhnt. Wer mit Vinyl nichts anfangen kann, hat zudem die Option zum Hardcover Digibook – wie immer stellen BEHEMOTH also sicher, dass geklotzt und nicht gekleckert wird.

Eine Version und noch eine Version und noch mal eine

Die 2020er Version von “And the forests dream eternally” ist natürlich keine EP mehr. BEHEMOTH pushen lieber das Minutenlimit des CD-Formats und packen 73 Minuten EP-Nostalgie auf diesen Rerelease. “Transylvanian Forest” kann man sich so ganze vier Mal anhören, “Moonspell Rites” ebenfalls. Mal im Studio, mal an einem Festival vor langer Zeit, mal im Übungsraum – ein gefundenes Fressen für BEHEMOTH-Coverbands, die sich an den alten Songs der Polen versuchen wollen. Die Soundqualität ist bei allen Versionen angenehm für den geneigten Black Metaller, man braucht den Lautstärkeregler während des Anhörens zudem nicht zu behelligen, weil die Unterschiede im Mastering zu krass wären. 

Eine Frage der Balance

Hier haben BEHEMOTH eine angenehme Balance gefunden für alle, die sich gediegen der frühen Ära ihres Daseins widmen wollen. Und das dürfte wohl auch die Zielgruppe der hier vorliegenden Version von “And the forests dream eternally” sein: Black Metaller, die einen aufgeräumten BEHEMOTH-Nostalgietrip wollen ohne leidige Verhandlungen mit Discogs-Verkäufern oder stressigem Jagen des DHL-Boten, der nach einem kurzen Blick auf die Hausklingel wieder verschwindet mit dem kostbaren, online erstandenen Second Hand-Kauf. Nur das Drumming der fulminanten 2000er Version von “Pure Evil and Hate” (Track 8) ist schneller…

Veröffentlichungsdatum: 18.09.2020
Spieldauer: 73:00
Label: Metal Blade
Website: http://www.behemoth.pl

Line Up
Nergal – Gitarre, Vocals, Bass, Drums (Track 5), Lyrics
Baal – Drums
Frost – Gitarren

BEHEMOTH “And The Forests Dream Eternally” Tracklist

1. Transylvanian Forest
2. Moonspell Rites
3.Sventevith (Storming Near the Baltic) (94 version)
4. Pure Evil and Hate
5. Forgotten Empire of Dark Witchcraft
6. Transylvanian Forest (Merry Christless Festival 20)
7. Moonspell Rites (Loud Park Festival 2013, Japan)
8. Pure Evil and Hate (Brutal Assault Festival 2000)
9. Transylvanian Forest (Pagan Triumph Tour 1996, Niederlande)
10. Transylvanian Forest (Riviera Remont Club 1996, Polen)
11. Sventevith (Storming Near the Baltic) (Rehearsal 1)
12. Moonspell Rites (1993 Preproduction)
13. Pure Evil and Hate (1993 Rehearsal)
14. Moonspell Rites (1993 Rehearsal)