ALASTOR: The Unholy Hordes

ALASTOR laden mit “The Unholy Hordes” zu einer klanglich wenig polierten Zeitreise in die 80er und 90er ein, die Erinnerungen an alte Thrash Zeiten wach ruft.

Es gibt so Scheiben, die eine Erinnerung auslösen, deren Erleben es so nicht gegeben haben wird. “The Unholy Hordes” von ALASTOR ist so ein Album. Stell dir vor, es sind die 80er oder 90er und du gehst in einen Plattenladen und sackst einfach eine LP mit ein, weil du vermutest, die Scheibe könnte die gefallen: aufgrund der Herkunft der Band, dem Plattencover oder aufgrund des Labels. Und zu Hause stellst du dann zufrieden fest, dass dich deine Vorahnung nicht enttäuscht hat.

“The Unholy Hordes” versprüht ganz viel Old-School-Feeling

So in etwa könnte sich ein erste Begegnung mit ALASTOR zugetragen haben, wenngleich deren erster Release (inzwischen auch schon) aus dem Jahre 1998 datiert. Und dennoch versprüht “The Unholy Hordes” ganz viel (richtig altes) Old-School-Feeling und zugegeben auch in Bezug auf den Sound. Ich fühle mich immer wieder an CELTIC FROST und VENOM erinnert, als dass der Thrash Metal der Portugiesen durchaus auch mit Heavy Metal-Elementen ausgeschmückt ist. Hinzu kommt eine leichte Brise von ASSASSIN anhand der Gesangslinien. Die zumeist hohen Vocals (unter anderem auch besonders hoch wie etwa in “Deuses Antigos”) sind dann auch mit das Besondere und Reizvolle an ALASTOR: der neue Sänger Lex Thunder (TOXIKULL, Ex-MIDNIGHT PRIEST) gibt zwar nicht immer sie sauberste Gesangsvorstellung, aber dafür eine mit Esprit und Engagement.

ALASTOR hinterlassen Déjà-vu-Feeling

Weiterhin gefällt in einzelnen Segmenten die Gitarrenarbeit von Band-Gründer José Afonso (DECAYED, NETHERMANCY, THUGNOR) recht gut. Sei es anhand von Soli (“Massacre Profano”) oder groovigen Riffs (“Ascenção Da Besta”). Und gerade letztere sind es dann auch, die das eingangs besprochene Gefühl verstärken. Es ist, als hätte ich auch musikalisch und melodiös ein Déjà-vu – und das passiert beinahe bei jedem Song des Albums. Somit gleicht “The Unholy Hordes” einer Zeitreise – nur mit dem Unterschied, dass es damals nicht ALASTOR gewesen sind, die da musiziert hatten.

Veröffentlichungstermin: 07.06.2021

Spielzeit: 40:30 Min.

Label: Firecum Records

Mehr im Netz: https://alastor666.bandcamp.com
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/ALASTOR.PT

ALASTOR “The Unholy Hordes” Tracklist

1. Intro/Dagon 00:52
2. Massacre Profano 06:01
3. Morte Da Trindade 04:10
4. Ritos De Invocação 04:40
5. Forças Do Inferno 03:37
6. Ascenção Da Besta 04:23
7. Que Se Abram Os Portais 04:13
8. Com Mil Demónios 05:13
9. Deuses Antigos 03:32
10. Morte 02:23
11. Palavras Finais 01:23