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Wings

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Schon seit November 1999 bei vampster, liefert Nils ("Wings") CD- und Live-Reviews, um die Fahne des wahren METALs hochzuhalten! Ein paar Randbereiche wie Southern Rock und klassischer Hard Rock dürfen dabei nicht fehlen.

FATE: Fate


"cdreviewWeder der Sound noch die sehr zahmen Songs können sich an heutigen Hörgewohnheiten oder den Spitzenreleases des Genres messen lassen.

MAD MAX: White Sands [ausgemustert]

Das neue Machwerk der Mannen um Michael Voss wird als Rückkehr zu den härteren Wurzeln der Band beworben. Das Gegenteil ist der Fall. Hundertmal gehörte Songstrukturen, unmotivierter Gesang, miese Balladen und kraftlose Rocker sind hier am Start. Eine solche Anhäufung biederer Tracks ohne Wiedererkennungswert im totalen Mittelmaß ist erschreckend. Vielleicht sollte Herr Voss sich auf weniger Projekte beschränken (er ist ja u.a. noch bei SILVER und GARY BARDEN involviert und ein viel beschäftigter Produzent), und sein Potential voll nutzen, als ständig nur mit Halbgarem um die Ecke zu kommen.

BATTALION: The Fight For Metal [Eigenproduktion][ausgemustert]

Wirklich schade. Die eidgenössische Band hat sich mit einer sehr professionellen Aufmachung (Coverart, Booklet, Sound) viel Mühe gegeben, mit Sicherheit das eine oder andere Fränkli investiert und versucht sich an traditionellem True Metal mit ebensolchen Texten. Und grundsätzlich stehe ich allen derart Klischee-überladenen Projekten äußerst wohlwollend gegenüber. Nur fehlen hier einfach gute Songs, um den Hörer mehr als kurzzeitig aufhorchen zu lassen. Gut gemeint ist eben noch nicht gut gemacht.

HOLLOW HAZE: Hollow Haze [ausgemustert]

Besser vorbereitet als die Labelkumpels von DREAMHUNTER gehen die ebenfalls aus Italien stammenden HOLLOW HAZE an den Start. Was auch nicht sonderlich verwundert, wenn man mit Sänger Dan Keying (Ex-CYDONIA) und Produzent und Gitarristen Nick Savio (WHITE SKULL zwei alte Hasen in der Band hat. Trotzdem kann das Ergebnis nicht voll überzeugen: schwaches Songwriting, dass sich nicht zwischen heavy und progressiv oder verspielt und heftig entscheiden kann, nervige Chöre und Refrains sowie das etwas unmotivierte Gescreame (dass an sich extrem geil klingt, aber an Stellen eingestreut wird, wo man überhaupt keine Screams erwartet) von Herrn Keying vermiesen den Gesamteindruck. Die Band hat aber Potential zu viel mehr, sollte man im Auge behalten.

DREAMHUNTER: The Hunt Is On [ausgemustert]

Nee, also diese Jagd ist schon vorbei, bevor überhaupt kräftig ins Horn geblasen wurde. Eine absolut mittelmäßige Veröffentlichung des italienischen Underground-Labels "My Graveyard", die nichts bietet außer 08/15-mäßigen Songstrukturen, einer hohlen Produktion und dem vergeblichen Bemühen, sich im traditionellen Hard- und Heavy Rock in der Erfolgsspur großer Bands (besonders WHITESNAKE haben es den Jungs wohl angetan) aus den Achtzigern zu etablieren. Muss man nicht haben.