CAGE: Hell Destroyer

CAGE: Hell Destroyer

Hätte ich gewusst das CAGEs neues Opus (!!!) Hell Destroyer sich im Briefkasten befindet, hätte ich mich diesem auf allen Vieren unter Abmurmelung eines multiplen Ich bin nicht würdig genähert. Eigentlich könnte man dieses Review dann auch extrem kurz machen: Power Metal, Heavy Metal und überhaupt METAL-Album des Jahres. Wie das eine Band im Laufe der nächsten Monate toppen will, ist mir rätselhaft. Und ja, um allen notorischen Nörglern den Wind aus den Segeln zu nehmen: viele Riffs und Melodien könnte man schon mal gehört haben, besonders JUDAS PRIEST zu Painkiller-Zeiten lugen nicht nur beim Titelsong massiv hervor. Allein: wen interessiert´s? Wer sich schon seit den Zeiten der Eigenproduktionen mit der Band beschäftigt weiß, dass sie ihren Stil nicht verändert hat, sondern lediglich von Album zu Album immer besser und ausgefeilter wird. Besonders der singende Immobilienmakler Sean Peck liefert hier sein Meisterstück ab. Besser kann ein METAL-Sänger nicht mehr klingen. Wahrscheinlich würde der selbst ernannte Metalgod Rob Halford bei Mondschein eine Ziege im Garten seines Landsitzes opfern, um noch einmal so kraftvoll, aggressiv und variabel singen zu können. Mehr Metal, Pathos, Klischee und truer Spirit gehen nicht. Zwar schleicht sich bei 78 Minuten Spielzeit auch der eine oder andere Song ein, der nicht so perfekt ist wie das absolute Gros dieser großartigen Hymnen, aber selbst diese Tracks sind der Konkurrenz so weit enteilt, dass es eine Freude ist. Ein Konzept gibt es übrigens auch noch: zu unserer Überraschung wird der Kampf zwischen Gut und Böse thematisiert. Wäre ja an sich nicht sooo originell (um es mal vorsichtig auszudrücken), das aufwendige, opulente Booklet macht hier aber vieles wieder wett. Das hier ist Heavy Metal. Nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht wäre es besser gewesen, auf dem Album nur die absoluten Oberkracher zu versammeln, dann hätte auch der letzte gemerkt, dass wir es hier mit einem kommenden Klassiker zu tun haben. Über eine so lange Spielzeit lässt die Aufmerksamkeit bei einer derartig brachialen Intensität zum Ende hin ein wenig nach, was die etwas weiter hinten in der Tracklist stehenden Songs eigentlich nicht verdient haben.

Veröffentlichungstermin: 18.05.2007

Spielzeit: 78:35 Min.

Line-Up:
Sean Peck – v
Dave Garcia – g
Anthony Wayne McGinnis – g
Mike Giordano – b
Mike Nielse – dr

Produziert von Richard Carr
Label: MTM/ SPV

Homepage: http://www.cageheavymetal.com

Tracklist:
01. Descension
02. Hell Destroyer
03. I Am The King
04. The Circle Of Light
05. Christ Hammer
06. Born In Blood
07. Abomination
08. Innauguration
09. Rise Of The Beast
10. Cremation Of Care
11. Bohemian Grove
12. Final Proclamation
13. From Death To Legend
14. Legion Of Demons
15. Betrayal
16. Fall Of The Angels
17. Fire And Metal
18. Beyond The Apocalypse
19. The Lords Of Chaos
20. Metal Devil
21. King Diamond

Wings
Schon seit November 1999 bei vampster, liefert Nils ("Wings") CD- und Live-Reviews, um die Fahne des wahren METALs hochzuhalten! Ein paar Randbereiche wie Southern Rock und klassischer Hard Rock dürfen dabei nicht fehlen.