Andreas ist mit vampster und Metal großgeworden, liebt Wald- und Wiesenmusik und dreckigen Punk und alles, was dazugehört (Whisky, Wanderschuhe und ein kaltes Bier in dunklen Kellern z.B.), und schreibt und singt und kämpft für das Wahre, Gute und Schöne.
Sechs lange Jahre haben uns YELLOW EYES auf ihr neues reguläres Album warten lassen. Hat es sich gelohnt? Der Meister murmelt, reitend auf dem gefrorenen Pferd, und er leuchtet lichterloh: "Confusion Gate" mag Konfusion stiften, aber wer sich traut das Tor zu betreten, will nie mehr zurück.
Die Dämmerung ist die schönste Zeit des Tages, im Garten ist es am Schönsten, und wer beides zusammen bringt, findet sich im Dämmerungsgarten wieder. Der von SADNESS und LUX ist besonders schön. Auf zur Gartenarbeit!
Puh. Was soll das mit diesen fehlenden Vokalen? Ständig muss ich mein Hirn anstrengen mich daran zu erinnern, wie diese saugeile Band denn nun heißt. VDBR? VRDBR? Nein: VRDRBR! Ja, seid ihr denn alle vrrckt gwrdn?
PANOPTICON-Fans kennen und lieben ihn: Charlie Anderson ist der Haus-Geiger des Black-Metal-Projekts von Austin Lunn, aber alle anderen Saiteninstrumente beherrscht er auch. Was liegt da näher als ein eigenes Soloprojekt? Und wen trifft man am Schlagzeug wieder? Na?
Hexen. Wer mag sie nicht? Viele Leute. Viele Leute finden, dass Hexen auf den Scheiterhaufen gehören. Früher war das so, und mittlerweile ist das wieder so, auch wenn sich die Parameter dafür, wer als Hexe gilt, immer mal wieder verändern. TREST ist's egal, man sagt danke und zählt ein, und fertig ist das Raw-Black-Metal-Album. Geil!
"Tausend Orchideen inmitten der Wüste", dieses Cover - man kann Weltschmerz und Wehmut auch subtiler ausdrücken. Muss man aber nicht, vor allem dann nicht, wenn man gerade ein nahezu perfektes Album an der Schnittstelle von Crust, Screamo und Shoegaze rausgehauen hat.
Ganz schön mutig von Eisenwald, noch Atmo-Black zu veröffentlichen. Wenn dann die Promo im Grunde aus nichts anderem besteht als in der Versicherung, dass SUNKEN die besten ihres Faches sind, bleibt dem Rezensenten eigentlich nur, sich auf eine dicke Enttäuschung einzustellen. Oder?
Das verflixte, äh, vierte Album also, eines nach Skandälchen und nach einem Labelwechsel und nach vielen Tourneen; es heißt "Faelleskab", "Gemeinschaft", aber das Cover macht schon klar, dass dieses Ringelpiez mit Anfassen weh tun könnte. Hören wir mal rein!
Es ist schon erstaunlich: Nach zwei Alben auf Nordvis, die mich mehr oder weniger kalt gelassen haben, haben sich die Schweden von JORDFÄST für ihr drittes Album mit Black Lion Records einem Label mit etwas direkterer Ausrichtung zugewandt - und legen hier nun eindeutig ihr bisher bestes Album vor.
Sommer ist's, und wie ich in meinem ersten Review zu TRHÄ schon befürchtet hatte, gibt es Neues vom Maestro. Und wenn ihr, wie ich, eure Hörgewohnheiten gern vom Wetter beeinflussen lasst, hört es euch gerne an.
"Der Urisk ist nach schottischen Überlieferungen ein Mischwesen aus Ziege und Mensch, aber kein Satyr. Er lebt in Quellen, Seen, Teichen und Wasserfällen in den schottischen Highlands. Beschrieben wird er als ein sehr einsames Wesen, das sich nach menschlicher Gesellschaft sehnt. Sein unheimliches Aussehen soll Menschen verschrecken." So steht's bei Wikipedia, und so sieht er auch aus, der liebe Urisk, auf meinem T-Shirt, das ich dieser Band zu Ehren trage, wie immer hervorragend gezeichnet vom wunderbaren Joan Llopis.
Puh, FER DE LANCE! Nach meiner eskapistisch motivierten Begeisterungsorgie über euer erstes Album "The Hyperborean" ist viel passiert in der Welt, u.a. sind drei Jahre vergangen, und Musikgeschmack und Gefühlswelt haben sich bei mir dann doch wieder etwas weg entwickelt vom traditionellen Epic Metal. Warum ich mich eurer dann doch wieder annehme? Na, weil ihr es einfach könnt!
Wir leben in erstaunlichen Zeiten: Internet und Home-Recording ermöglichen es einzelnen Künstlern, sich vollständig von den Veröffentlichungszirkeln und Dogmen der Musikindustrie zu emanzipieren und einfach zu tun und zu lassen, was sie möchten, so z.B. 13 Alben und unzählige EPs und Splits binnen fünf Jahren autonom zu veröffentlichen, und das allein finde ich gleichermaßen interessant und abschreckend, weshalb es einer persönlichen Empfehlung im Bekanntenkreis bedurfte, dass ich mich dann doch mal mit TRHÄ auseinandersetzte.
Ihr stapft gerne alleine durch die Wälder, habt durchaus schonmal von DARKTHRONE gehört und haltet Studio-Produktionen für akut überbewertet? Dann hab ich hier was für euch.
Alle Post-Black-Metal-Welt spricht dieser Tage von der neuen DEAFHEAVEN, diesem überwältigenden Monolith aus purer Gewalt und Ästhethik, mit dem niemand mehr gerechnet hatte, aber dass im europäischen Untergrund Anfang des Jahres bereits ein weiterer Koloss diesen Genres das Licht der Welt erblickt hat, das wissen bislang nur Eingeweihte. Dass diese mehr werden, soll mir Auftrag sein!
OMG, schaut euch diesen Fuchs an! Ist er nicht süß? Er ist unfassbar süß. Er spielt Black-Metal-Punk mit garstigem Gekeife, und wenn du das gerade brauchst, brauchst du dieses Album.
Wenn Austin Lunn (PANOPTICON) seine Finger irgendwo im Spiel hat, horche ich schon ganz automatisch auf. Das ist bei Releases von Bindrune Recordings ja eigentlich immer der Fall, aber im Falle von AHAMKARA sind an den Fingern auch noch Drumsticks dran, und das macht die Sache zu einem Pflichttermin für meine Ohren.
Black Metal mit Post-Punk-Einflüssen, Wehmut, Weltschmerz und Hoffnungslosigkeit sind in beiden Genres zuhause. Die Mischung kann hervorragend funktionieren, wenn alle Elemente ineinander greifen und ein kohärentes Ganzes entsteht. Hier auch?