V.A.: Pigs And Pyramids – An All Star Lineup Performing The Songs Of Pink FLoyd

V.A.: Pigs And Pyramids – An All Star Lineup Performing The Songs Of Pink FLoyd

Eines vorab: Die Besetzungsliste dieses PINK FLOYD-Tribute-Samplers ist beachtlich. Sänger wie Tommy Shaw (STYX, DAMN YANKEES), Jeff Scott Soto (u.a. MALMSTEEN), Bobby Kimball (TOTO), Robin McAuley (u.a. MSG), Glenn Hughes (u.a. DEEP PURPLE) oder Doug Pinnick (KING’S X) treffen Instrumenten-Cracks wie Steve Lukather und Mike Porcaro (TOTO), Tony Franklin (u.a. THE FIRM, LANA LANE), Ronnie Montrose, Dweezil Zappa, Chris Squire (YES), Derek Sherinian (u.a. ex-DREAM THEATER, PLANET X), Eric Singer, Bruce und Bob Kulick (u.a. KISS), Ritchie Kotzen (u.a. POISON), Tony Levin (u.a. KING CRIMSON), Ainsley Dunbar (u.a. JOURNEY) etc. etc. p.p. So weit zum Namedropping. Doch, und damit verkündet diese Rezension gewiß nichts Neues, große Namen und vokale wie instrumentale Kompetenzen allein garantieren noch bei weitem kein gelungenes Album. Selbst dann nicht, wenn sich jene All-Star-Besetzungen der untadeligen Kompositionen einer der einst großartigsten Bands der Musikgeschichte bedienen und ihnen auf diesem Wege Respekt und Anerkennung zollen.

Immerhin: An den handwerklichen Grundlagen scheitert die illustre Gesellschaft, die sich in diversen Kombinationen zur Intonation dieses oder jenen Songs der britischen Legende zusammengefunden hat, eindeutig nicht. Und damit hat ‚Pigs And Pyramids‘ den Tribute-Samplern bereits einiges voraus, auf denen sich namenlose Semi-Dilettanten an den Werken ihrer Idole zu schaffen machen, die ihnen eine beachtliche Nummer zu groß sind. Und doch bleibt nach einer runden Stunde fremdinterpretierter PINK FLOYD-Klassiker ein schaler Nachgeschmack. Das Dilemma: Das Wörtchen „fremdinterpretiert“ und das allzu begrenzte Verständnis der Beteiligten hinsichtlich dessen Auslegung. Soll heißen: Sämtliche Neueinspielungen bemühen sich um ein möglichst hohes Maß an Originaltreue. Kreativer Mehrwert ist Mangelware und allenfalls in kleinen, wenig entscheidenden Details überhaupt wahrnehmbar (in diesem Zusammenhang sei jedoch auf die interessanten Rhythmus- und Vocal-Arrangements in ‚Welcome To The Machine‘ sowie auf die ausgezeichnete Gitarrenarbeit Jeff Baxters (DOOBIE BROTHERS) und die ebenso hervorragende Arbeit Steve Lukathers in ‚Shine On You Crazy Diamond‘ hingewiesen – hörenswert!). Und ob – fraglos hochprofessionelle – Kopien die makellosen Originale in der Gunst eines wahren PINK FLOYD-Fans ablösen können, darf ernsthaft angezweifelt werden, zumal sie letztlich und im Detail ohnehin nicht wirklich an deren einzigartige Ausstrahlung heranreichen. Womit sich ergo einmal mehr die Frage nach dem Sinn einer solchen Veröffentlichung stellt. Die Antwort darauf hinsichtlich ‚Pigs And Pyramids‘: Es gibt ihn wohl nicht. Zumindest nicht, wenn man die Warte des Konsumenten einnimmt. Aber immerhin konnte eine Bande altgedienter Musiker den Anlaß nutzen und ein paar nette Stunden in angenehmer Atmosphäre zusammen verbringen. Was ja auch ganz nett und ihnen allemal gegönnt sein mag…

Veröffentlichungstermin: 30.09.2002

Spielzeit: 61:34 Min.

Line-Up:
Jede Menge tolle Musiker und Sänger…

Produziert von Billy Sherwood & Bob Kulick
Label: Musea

Tracklist:
Another Brick In The Wall – Part 2

Welcome To The Machine

Comfortably Numb

Shine On You Crazy Diamond

Us And Them

Young Lust

Run Like Hell

Any Colour You Like

Money

Have A Cigar

Breathe (In The Air)