TANKARD: Kings Of Beer

TANKARD: Kings Of Beer

Da sind sie wieder… die lebendig gewordenen Bierkrüge. Nach einer mehrjährigen Veröffentlichungsabstinenz bescheren uns die Frankfurter Thrasher nun wieder ein hundertprozentiges, pralles Tankard Album. Und auch im Jahr 2000 klingen Tankard wie Tankard schon immer geklungen haben, was man allerdings positiv auffassen darf. Tankard haben es über die gesamte Länge von Kings Of Beer geschafft, Mitsing- und Ohrwurmthrasher der Marke Space Beer oder Chemical Invasion zu schaffen. Das bedeutet elf geile Tracks mit 80er Jahre Thrash in guter Produktion, für die sich wieder Harris Johns verantwortlich zeigt. Egal ob beim Opener Flirtin´ with Desaster, Hell Bent for Jesus, Talk Show Prostitude oder dem Titeltrack Kings Of Beer, jeder Song hat sein eigenes Gesicht mit den typischen Tankard-Trademarks und verleitet schlagartig zum mitgröhlen und Party feiern (that´s vampster-proofed!). Und dass die Verschmelzung von altmodischen Songs in neuem Sound wirklich perfekt gelungen ist, beweist der Song Incredible Loudness, der vom ´84er Tankard-Demo stammt und sich nahtlos auf Kings Of Beer einfügt. Auch dass Tankard im Alter von nun 18 Bandjahren erwachsen geworden seien, kann man nicht behaupten. Die Songs sind immer noch genauso prollig und die Texte immer noch genauso alkoholgetränkt aber trotzdem kritisch wie in der Jugend Tankards. Und live haben Gerre und Co ja bereits bewiesen, dass sie noch nicht alt sind, freuen wir uns also auf die Tour zu Kings Of Beer, um die neuen Songs kräftig abfeiern zu können.

Wer Tankard früher schon okay fand oder sich gar als Fan bezeichnen würde, der kann bei Kings Of Beer beruhigt blind zugreifen. 100% Thrash Metal in bester alter Tradition ohne Abnützungserscheinungen. Musik wie früher. Killer! Kaufen!

PS: Die Bemerkung im Info zur CD the MANOWAR-styled title track… ist völliger Bullshit (sobald drei Leute lalala im Chor singen, kling´s nach Manowar? Cool!) und sollte niemanden davon abhalten, die CD zu kaufen. 😉

Tracklist:

Flirtin´with Desaster

Dark Exile

Hot Dog Inferno

Hell Bent Jesus

Kings Of Beer

I´m So Sorry!

Talk Show Prostitute

Incredible Loudness

Land Of The Free

Mirror, Mirror

Tattoo Coward

Line-Up:

Olaf – drums

Gerre – Gesang

Frank – Bass

Andy – Gitarre

Label: Century Media

Discografie:

Zombie Attack (1986)

Chemical Invasion (1987)

The Mouning After (1988)

Alien (EP 1999)

The Meaning Of Life (1990)

Hair Of The Dog (Compilation 1990)

Fat, Ugly & Live (1991)

Stone Cold Sober (1992)

Two-Faced (1994)

Tankard (1995)

Disco Destroyer (1998)

Kings Of Beer (2000)

Veröffentlichungstermin: 22.05.2000

Markus
Markus ("boxhamster") hat das Magazin 1999 gegründet und kümmert sich um die Technik und die Weiterentwicklung von vampster, schreibt ab und zu Reviews und fotografiert bei Festivals und Konzerten.