TANKARD: A Girl Called Cerveza

TANKARD: A Girl Called Cerveza

Dreißig Jahre TANKARD und im selben Jahr das fünfzehnte Studioalbum – wenn das mal kein Grund zum feiern ist. Und TANKARD starten die Party auf A Girl Called Cerveza mit Vollgas. Rapid Fire (A Tyrant’s Elegy), welches sich Textlich mit Diktatoren auseinandersetzt und der Titeltrack gehen gnadenlos nach vorne, Witch Hunt genau so, nur am Ende wird mal kurz der Fuß vom Gaspedal genommen. Master Of Farces ist Old School Speed Metal in Reinkultur. Im Vergleich zu den brachialeren Kollegen SODOM, KREATOR oder DESTRUCTION sind TANKARD eine ganze Spur melodischer. Die von Kollege Psycho bereits bei Beast Of Bourbon festgestellte Bay Area-Schlagseite ist auch hier zu vernehmen, was TANKARD ebenfalls von den Kollegen abhebt.

Das erste mal wirklich vom Gas gehen TANKARD bei The Metal Lady Boy, bei dem Gerre sich ein Duett mit Doro liefert. Einerseits eine nette Abwechslung, andererseits gefallen mir die klassichen Speed und Thrash-Nummern auf A Girl Called Cerveza insgesamt deutlich besser. Bei diesen ist allerdings das Problem, dass sich die Songs untereinander meiner Meinung nach etwas zu sehr ähneln. Davon abgesehen ist A Girl Called Cerveza aber ein gutes Album, kommt aber zumindest für mich persönlich nicht an den diesjährigen Highlights von OVERKILL, KREATOR oder ERADICATOR dran. Fans der Band dürfen trotzdem blind zugreifen und ein Mädchen namens Cerveza mit nach Hause nehmen.

Veröffentlichungstermin: 27.07.2012

Spielzeit: 50:14 Min.

Line-Up:
Gerre – vocals
Andy – guitar
Frank – bass
Olaf – drums

Produziert von Michael Mainx
Label: Nuclear Blast

Homepage: http://www.tankard.info

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/tankardofficial

Tracklist:
01. Rapid Fire (A Tyrant’s Elegy)
02. A Girl Called Cerveza
03. Witch Hunt 2.0
04. Masters Of Farces
05. The Metal Lady Boy (feat. Doro)
06. Not One Day Dead (But One Day Mad)
07. Son Of A Fridge
08. Fandom At Random
09. Metal Magnolia
10. Running On Fumes

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.