SAXON: The Inner Sanctum

SAXON: The Inner Sanctum

Zweieinhalb Jahre nach Lionheart, steht mit The Inner Sanctum mal wieder ein neues Album von SAXON an. Das siebzehnte ist es nun schon, mit dem uns das englische Schlachtschiff beglückt. Somit zählen SAXON sicherlich zu den konstantesten Bands der NWOBHM. Vor allem da man – auch im fortgeschrittenen Alter – den Fan mit qualitativ hochwertigen Alben verwöhnt. Im Line-Up hat es eine Änderung zum Vorgänger gegeben, da Nigel Glockler seine Platz am Drumhocker ja bereits seit längerem wieder eingenommen hat.

Mit einem sakralen Intro wird der erste Song State Of Grace eingeleitet. Dieser flotte, aber entspannte Rocker dürfte sich auf der folgenden Tour hervorragend als Opener eignen. Mit Need For Speed und Let Me Feel Your Power folgen zwei richtige Nackenbrecher wobei bei letzterem besonders Nibb´s prägnanter Bass hervorsticht. Danach schlagen SAXON mit der epischen Ballade Red Star Falling ruhigere Töne an. Das pragmatisch betitelte I´ve Got To Rock (To Stay Alive) wiederum, erinnert ein wenig an AC/DC. In der zweiten Albumhälfte verlassen sich SAXON dann auf rockigere Nummern die im Großen und Ganzen überzeugen, wenn Sie auch mit dem hohen Standard der ersten Hälfte der CD nicht mehr ganz mithalten können.

Der gute alte Biff überzeugt stimmlich weiterhin in allen Lagen und zeigt sich ähnlich unverwüstlich wie Lemmy. Man hört ihm zwar an, dass er keine Zwanzig mehr ist, aber Mister Byfford ist noch weit davon entfernt zu schwächeln und singt manch einen Jungspund problemlos an die Wand. Produziert wurde die Scheibe von Biff Byford zusammen mit Charlie Bauernfeind, der ja ein Garant für guten Sound ist. Und so tönt The Inner Sanctum auch mehr als Fett und verweist die einen oder anderen, besser betuchten Landsmänner da klar in Ihre Grenzen. Alles in allem haben SAXON mit ihrem siebzehnten Album einmal mehr ein hochklassiges Werk eingedübelt, das sicher nicht mit den großen Klassikern mithalten kann, aber den Großteil der Fans der Band sicher voll und ganz zufrieden stellen wird. Ich jedenfalls, freue mich darauf zu sehen, wie sich die neuen Songs auf der kommenden Tour neben den Klassikern schlagen.

Veröffentlichungstermin: 02.03.2007

Spielzeit: 44:39 Min.

Line-Up:
Biff Byford – vocals
Doug Scarratt – guitars
Paul Quinn – guitars
Nibbs Carter – bass
Nigel Glockler – drums

Produziert von Biff Byford & Charlie Bauernfeind
Label: SPV/Steamhammer

Homepage: http://www.saxon747.com

Tracklist:
01. State Of Grace
02. Need For Speed
03. Let Me Feel Your Power
04. Red Star Falling
05. I´ve Got To Rock (To Stay Alive)
06. If I Was You
07. Going Nowhere Fast
08. Ashes To Ashes
09. Empire Rising
10. Atila The Hun

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.