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PAVIC: Is War The Answer?

PAVIC: Is War The Answer?

Die Band um Gitarrist und Namensgeber Marko PAVIC konnte mit ihren ersten beiden Alben schon auf sich aufmerksam machen, zumal sich der Italiener namhafte internationale Musiker für die Aufnahmen geholt hatte. Für den ganz großen Erfolg reichte es für Unconditioned und Taste Some Liberty mit sehr 80er geprägtem Hard Rock allerdings nicht. Mehr Chancen hätte da vielleicht das neue Album Is War The Answer?, das überraschend einen deutlichen Ruck Richtung modernerer Rockmusik macht, ohne dabei die 80er komplett zu verlieren. Erstaunlich dabei, dass man sich fernab der üblichen Klischeetexte mit dem Thema Krieg beschäftigt. Eingepackt in so griffige, eingängige Musik ist das durchaus mal wirklich neu.

Der eröffnende Titelsong könnte da treffender kaum sein, voller moderner Power und einem catchy Refrain, der sich für Tage im Ohr festbeißt. Auch wenn man danach bei In Your Eyes energisch groovt und eine kurze Proggie-Bridge einschiebt, bleibt man in Refrain griffig und hoch melodisch. Wäre die Welt gerecht, würde man genau sowas im Radio hören. Deutlich Richtung Airplay zielen die Italiener bei der Ballade Song For The Rain, anfangs mit 80er Hair-Rock-Touch, aber mit einem Refrain, der auch direkt die modernen NICKELBACK-Fans anspricht. Ein schöner Song, wenn man keine Angst davor hat, sofort mitzusingen. Ein paar Parallelen zu den Megasellern gibt es auch danach beim harten, treibenden Your Own Misery, wäre die Band aus Kanada oder das Album produziert von Chad Kroeger, wäre das auch keine Überraschung. Hier hatte allerdings Rick Beato (u.a. SHINEDOWN, FOZZY, NASHVILLE PUSSY) seine Finger an den Reglern. Der Sound ist kraftvoll und sauber, trägt sowohl die heavy Elemente wie die großen Melodien perfekt aus den Boxen. Was man aus einem Song machen kann, wenn das Original gut ist, zeigen PAVIC bei Notorious, der einen Moment braucht, um sich als DURAN DURAN-Hit zu outen. Hier stimmen eingebaute Härte und die doch etwas andere Melodieführung. Every Time I Die hat anfangs gar einen leichten 80er KISS-Touch, abgerundet von einem fast grungigen Refrain. Die Songs machen Spaß, zum Ende hin gibt es bei Free Fall sogar einen Blastpart, der von Prog-Rockigen Spielereien abgelöst wird. Nachdenklich geht das recht kurze, aber in sich stimmige Album zu Ende, die Pianoballade Once Again, wieder mit viel 80er-Flair, berührt, großartiger Gesang, tolle Keyboards, wie auf dem gesamten Album. Spätestens hier wird einem wieder bewusst, was das Grundthema von Is This The Answer? ist. Keine Lovesongs, kein Party-Gejubel, wie schnell die Waffen auch gar nicht so weit der eigenen Haustür sprechen können sieht man ja leider aktuell wieder erschreckend deutlich.

Hier passen kraftvolle moderne Härte und eingängige 80er-Melodien perfekt zusammen. Bandkopf PAVIC lässt immer wieder durchklingen, dass er ein klasse Gitarrist ist, packt dies aber stimmig in die Songs rein, Ego-Trips überlässt er anderen. Keyboarder Lorenzo Antonelli gelingt es, die Songs nicht zuzukleistern, aber immer wieder tolle Highlights zu setzen. Auch die Rhythmsection macht alles richtig. Ein Glücksgriff war definitiv Joe Calabro, der seit 2010 das Mikro übernommen hat, seine dezent angeraute, melodische Stimme hat Charakter und wertet auch die Songs auf, die mit den Highlights nicht ganz mithalten können. PAVIC bringen 2014 eigentlich alles mit, um ordentlich durchzustarten. Hoffen wir mal, dass dies auch außerhalb von Bella Italia klappt, die passenden Songs sind da.

Zum Reinschnuppern gibt es Videos zum Titelsong Is War The Answer? und zur Ballade Song For The Rain

Veröffentlichungstermin: 24.01.2014

Spielzeit: 39:19 Min.

Line-Up:
Joe Calabro – Vocals
Marko Pavic – Guitar
Aleks Ferrara – Bass
Lorenzo Antonelli – Keyboards
Antonio Aronne – Drums
Label: New Venture Music

Homepage: http://www.pavictheband.com

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/pavictheband

Tracklist:
1. Is War The Answer?
2. In Your Eyes
3. Song For The Rain
4. Your Own Misery
5. Notorious
6. Every Time I Die
7. Strong Enough
8. Welcome To My World
9. Free Fall
10. Once Again

Frank Hellweg
Lebensmotto "stay slow", Doomer halt.... Love & Peace geht auch immer, nur ohne Musik geht nichts!