OUTRAGE: 7 is 1 take one [Eigenproduktion]

Leider hat die Reunion-Welle auch schon den Ozean der Eigenproduktionen erreicht…

Meistens sind Reunions nach 16 Jahren Pause eine Krankheit, welche nur große Bands betrifft, denen ein gieriges Label wieder das große Geld, Glanz und Groupies versprochen hat. Doch die süddeutschen OUTRAGE zeigen, dass überflüssige Reunions auch schon den Ozean der Eigenproduktionen kontaminieren. Gegründet 1983, getrennt 1988 und wiederbelebt 2004, dreht man auf dem katastrophal produzierten 7 is 1 take one alte Songs aus den 80ern und neuere Lieder durch den Fleischwolf. Die einzige interessante Idee ist der Gebrauch arabischer Lyrics im Opener, ansonsten regiert Langeweile, denn es findet sich kein einziges auch nur ansatzweise interessantes Riff im dargebotenen Schaffen.

Old schooliger Black Metal soll 7 is 1 take one bieten, doch OUTRAGE begnügen sich, mal zahnlos bei METALLICAs Disposable Heroes zu klauen (Hot On The Trail), bei IRON MAIDENs The Trooper abzukupfern (Mystery Song), für mehr Credibility eklatant SODOM nachzueifern (Metal Religion) oder auch mal dilettantisch SLAYER bzw. alte PUNISH-Zeiten thrashig zu zitieren. An die Qualitäten der genannten Größen kommen die Pforzheimer indes in keiner Minute heran. Spannung und Leidenschaft fehlen ebenfalls komplett. Insgesamt also eine gänzlich überflüssige Veröffentlichung, die wie so viele Reunion-Kreationen niemand braucht – egal ob die Band nun 1983 bereits existiert hat. Finger weg!

Veröffentlichungstermin: 2006

Spielzeit: 47:54 Min.

Line-Up:
Frank P.: Vocals
Udo F.: Guitar
Kevin L.: Bass
Alex G.: Drums

Label: Eigenproduktion

Homepage: http://www.outrage-band.net

Tracklist:
1. Beneath A Dying Sun
2. Hot On The Trail
3. Mystery Song
4. The Mind Untarnished
5. Baphomet
6. Intensity
7. Where The Dark Rivers Flow
8. The Night When The Accuser Came
9. Astaroth
10. No Unique Thing
11. The Inner Contract
12. Metal Religion
13. Coloured Visions