MIND ASHES: Trend Cemetary (Eigenproduktion)

Kraftvoller Power Metal an der Grenze zum Thrash (mitunter eben jene auch klar überschreitend und in jenen Momenten an alte Bay Area-Virtuosen erinnernd), mit ausgeprägtem Gespür für feine, aber alles andere als süßliche Refrain-Melodien: Der Sound der Deutschen MIND ASHES hat mit Trends in der Tat wenig am Hut. Zeitlose Energie, die technisch versiert, mit diversen spielerischen Finessen und erfrischend abwechslungsreich vorgetragen wird.

Kraftvoller Power Metal an der Grenze zum Thrash (mitunter eben jene auch klar überschreitend und in jenen Momenten an alte Bay Area-Virtuosen erinnernd), mit ausgeprägtem Gespür für feine, aber alles andere als süßliche Refrain-Melodien: Der Sound der Deutschen MIND ASHES hat mit Trends in der Tat wenig am Hut. Zeitlose Energie, die technisch versiert, mit diversen spielerischen Finessen und erfrischend abwechslungsreich vorgetragen wird. Eindeutige Referenzgrößen zu benennen, fällt schwer, und wäre im Grunde auch nicht nötig. Da es aber gemeinhin schwer fällt, der rein verbalen Umschreibung einer weitgehend unbekannten Band einen inneren Klangeindruck zu entnehmen, versuche ich mich doch an einer kleinen Querverweisliste: Die ganz alten BLIND GUARDIAN drängen sich gelegentlich ebenso als Vergleich auf wie die Florida-Heroen ICED EARTH, während die ein oder andere technische Einlage und ungewöhnliche, in der Regel leicht melancholische Melodie hier und da gar wehmütige Erinnerungen an ANACRUSIS oder die ebenfalls viel zu früh verblichenen SECRECY wachruft. In härteren Momenten gemahnen die Riffattacken schließlich noch an die grandiosen Alt-Thrasher FORBIDDEN, um eine letzte schemenhafte Parallele zu ziehen.

Mit der Triade ‘Paradise Beach’, ‘King Of Snakes’ und ‘Truth’, Paradebeispiele für das dialektische Kompositionsprinzip der Band, harte, rauhe Strophen mit eingängigen Refrains zu kombinieren, erwischen MIND ASHES gleich einen hervorragenden Einstieg, und auch die Halbballade ‘The Sapphire’ hält den hohen Standard, während ‘Nurse Course’ und ‘Die At Last’ etwas heftiger zuschlagen, gleichzeitig den Melodiefaktor ein wenig (aber nie ganz) zurücknehmen. Die hervorragenden Gitarrenleads bleiben indes erhalten, und zieren auch ‘No Penalty’, das in puncto Abwechslungsreichtum und gänzlich unkitschigem (und natürlich unpoppigem) Hitfaktor noch einmal in die Vollen geht. Schlußlicht dieser hervorragenden Eigenproduktion (die sich auch in Sachen Sound hören lassen kann) markiert das SCORPIONS-Cover ‘China White’, das in der MIND ASHES-Version zu einem leicht schleppenden US Power Metal-Stampfer mutiert.

Eine runde Sache also, und die – für eine Eigenproduktion vergleichsweise hoch angesetzten – 25,- DM (inkl. P. & V.) absolut wert. Bestellmöglichkeit und Hörproben gibt’s auf der MIND ASHES-Homepage. Dort gibt es für ambitionierte Jung-Musiker auch gleich die Kontaktdaten: Sänger Tobias Geisel und Gitarrist Markus Bieker sind unlängst aus dem Line-Up ausgeschieden und MIND ASHES seither auf der Suche nach adäquatem Ersatz. Um den Anreiz zu erhöhen: Vor kurzem hat die Band einen Vertrag mit dem Label Black Arrow abgeschlossen…

Spielzeit: 44:22 Min.

Line-Up:
Tobias Geisel – Vocals

Markus Bieker – Guitar

Kali Naumann – Guitar

Sotirios Kelekidis – Bass

Carsten Kachelmus – Drums

Produziert von MIND ASHES
Label: Eigenproduktion

Hompage: http://www.mind-ashes.de

Tracklist:
Paradise Beach

King Of Snakes

Truth

The Sapphire

Nurse Course

Die At Last

No Penalty

China White