MARK SWEENEY: All In

MARK SWEENEY: All In

Sprach ich anno 2007 bei MARK SWEENEYs erstem Solowerk Slow Food aufgrund der ruhigen Ausrichtung noch von einem gerechtfertigten Soloausflug, muss man heute konstatieren, dass seine Solokarriere wohl nunmehr zum  Hauptstandbein aufgestiegen ist. Nicht nur die seit 2008 nicht mehr aktualisierte Homepage zeigt, dass CRYSTAL BALL im Moment zumindest auf Eis liegt. Aber MARK SWEENEY hat offensichtlich nach wie vor Bock auf Musik, und deshalb steht auch 2010 sein neues Werk All In in den Läden.

All In knüpft nahtlos an den Vorgänger an, d.h. ruhige, melodische Klänge bestimmen das Geschehen. Verziert mit hymnischen Refrains wie in Line of fire, mit einer relaxten Grundstimmung wie in Sinner und dezent rockenden Gitarren wie in Why do you hate me bewegt sich MARK SWEENEY gediegen durch die ca. 47 Minuten. Unterstützt wird er aber diesmal nicht durch Michael Bormann (u.a. ex-JADED HEART), der sich noch auf Slow Food für alle Instrumente und die Produktion verantwortlich zeichnete, sondern von Michael Voss (MAD MAX, ex-BONFIRE), der diese Lücke nahtlos ausfüllt. Aber der helvetische Vokalist hat sich noch weitere Unterstützung ins Boot geholt. Der ruhige Rocker Too late wird von BRUCE KULICKs Gitarrenspiel veredelt, in Moments geht Sweeney in ein gefühlvolles Duett mit ROBIN BECK und bei Leave it all behind steht ihm ein junge Lady namens Pearl stimmgewaltig zur Seite. Wirklich feine Kollaborationen!
Ja, und zum Ende gibt`s dann doch noch eine kleine Überraschung. Bei den letzten beiden Nummern schwingt MARK SWEENEY (doch auch mal wieder) die Metal-Keule. Zunächst drückt das episch-düstere Chance auf`s Gemüt, ehe die Uptempo-Doublebassramme Demons mit einem Solo von Stefan Kaufmann (U.D.O., ex-ACCEPT) und Jörg Michael (u.a. STRATOVARIUS, ex-RUNNING WILD) hinter der Schießbude als wahrer Rausschmeißer zum Ende der Spielzeit geleitet.

MARK SWEENEY macht in Zusammenarbeit mit Michael Voss auch auf All In wieder Nägel mit Köpfen. Die Balladen entfalten eine nachdenkliche Atmosphäre, die Melodien sind einfühlsam und prägen sich ein, ja, und die Stimme von MARK SWEENEY gibt den Kompositionen schließlich den letzten Schliff. Auch dass der Schweizer zum Schluss noch einmal ordentlich rockt, wird positiv wahrgenommen. Darfst du gerne wieder öfter zeigen Mark! Alles in allem ist All In ein gelungener Zweitling, der dem Vorgänger absolut ebenbürtig ist.

Zum Schluss noch eine kleine Anmerkung für Fans und Sammler: Die Single Line Of Fire könnt ihr völlig umsonst erstehen. Nähere Infos dazu auf der Homepage des Sängers.

Veröffentlichungstermin: 28.05.2010

Spielzeit: 47:30 Min.

Line-Up:

Gesang: Mark Sweeney
Gitarre, Bass, Schlagzeug: Michael Voss

Gastmusiker:
Gesang: Pearl
Robin Beck
Gitarre: Bruce Kulick
Stefan Kaufmann
Schlagzeug: Jörg Michael

Produziert von MARK SWEENEY und Michael Voss
Label: Pie Music

Homepage: http://www.marksweeney.ch

Tracklist:

1.Line of fire
2.Why do you hate me
3.Still alive
4.Gimme a sign
5.Leave it all behind
6.Sinner
7.Another day
8.Stare at the sun
9.Too late
10.Moments
11.Chance
12.Demons* (Bonus Track)