MANTAR: Death By Burning

MANTAR: Death By Burning

Vier Fäuste für ein Hail Satan. MANTAR aus Hamburg lassen das gehörnte Tier raus und präsentieren sich als gnadenlose Zweimann-Armee. Death By Burning, das Debütalbum von Hanno und Erinc alias MANTAR, ist laut der Band die Schnittmenge aus DARKTHRONE, MOTÖRHEAD und den MELVINS. Kann man so stehen lassen, man sollte aber noch den TOTENMOND-, HIGH ON FIRE- und ZEKE-Anstrich erwähnen, der sich stellenweise geradezu aufdrängt. MANTAR wollen nicht als Sludge abgestempelt werden – diese Schublade ist in der Tat nur die halbe Wahrheit. Immerhin, MANTAR walzen unerschrocken durch zehn Songs, die mal voller Hass und Wut überkochen, dann wieder sehr doomig sind und hier und da auch unverschämt rocken können.

Eine Sackgasse ist diese Ausrichtung und diese Besetzung also nicht, Death By Burning lebt von lebendigem, spontanem und direktem Songwriting – und ist gerade deshalb so flexibel. Es entstehen kurzweilige und radikale Songs, die mal brutal sein können wie Spit und The Stoning, aber auch etwas relaxter, wie in Astral Kannibal. Das klingt in diesem Kontext etwas verwirrend, stimmt aber dennoch. Und dann ist da doch etwas Sludge, gegen Ende werden MANTAR in White Nights und March Of The Crows wirklich bitterböse. Obwohl, freundlich ist das Duo sowieso zu keiner Sekunde. Death By Burning besteht aus primitiven, bis zur Unkenntlichkeit verzerrten Rock and Roll-Riffs, aus stumpf-geilen Grooves und fiesem Geschrei. Und MANTAR sind dabei gelegentlich überraschend eingängig.

Auch wenn Death By Burning stellenweise seinesgleichen sucht, originell ist MANTARs Debütalbum nicht unbedingt. Es macht Spaß, ist ideal um den Scheißkerl in sich rauszulassen, unter die Haut geht es aber nicht. Vielleicht gehen MANTAR aber auch nur ein bisschen zu verbissen an die Sache heran, obwohl der bübische Spaß an der puren Zerstörung ja doch deutlich heraus zu hören ist. Das herrlich roh produzierte Album ist direkt und irgendwie sympathisch, hinterlässt keine Gefangenen und zeigt, dass auch deutsche Duos bretthart und heavy sein können, so etwas ist BLACK COBRA garantiert nicht vorbehalten. Es ist Luft nach oben enthalten, Death By Burning ist wohl auch kein Überalbum. Wenn dir aber der Sinn nach roher Gewalt und Zerstörung steht und dabei die Laune nicht in den Keller sinken soll, sind MANTAR genau die richtige Adresse. Zweifellos: Die beiden Outlaws mischen dich nach allen Regeln der Kunst auf.

Veröffentlichungstermin: 7. Februar 2014

Spielzeit: 44:38 Min.

Line-Up:
Hanno Klänhardt – Guitar, Vocals
Erinc Sakarya – Drums

Produziert von Hanno Klänhardt und Timo Höcke
Label: Svart Records

Homepage: http://www.mantarband.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/MantarBand

Tracklist:
1. Spit
2. Cult Witness
3. Astral Kannibal
4. Into The Golden Abyss
5. Swinging The Eclipse
6. The Berserker´s Path
7. The Huntsmen
8. The Stoning
9. White Nights
10. March Of The Crows

Captain Chaos
Ehemann, Vater, Musikenthusiast, Plattensammler, Trauerbegleiter, Logistiker, Autor, Wandergeselle