GRAND MAGUS: Hammer Of The North

GRAND MAGUS: Hammer Of The North

Mit Iron Will haben GRAND MAGUS, die ich bis dahin gar nicht so sehr auf der Rechnung hatte mich restlos begeistert. Zwar war vom Doom Metal, mit dem ich die Band bis dahin assoziiert hatte nicht mehr all zu viel übrig, dafür lieferten die Schweden ein absolutes Brett in Sachen traditioneller Metal ab. Kein Firlefanz, nur geile Riffs, Soli und JB´s saustarker Gesang, das brachte der Band jede Menge Aufmerksamkeit und Iron Will räumte in allen möglichen Magazinen so richtig ab. Kein Wunder, dass Roadrunner sich die Schweden geschnappt hat und nun, knapp zwei Jahre später den Nachfolger Hammer Of The North veröffentlicht. Und auf diesem folgen GRAND MAGUS unbeirrbar dem, auf Iron Will eingeschlagenen Weg. Noch mehr geht es in Richtung traditioneller Metal, der Doom-Anteil ist inzwischen auf einen verschwindend geringen Anteil reduziert, es gibt noch mehr schnelle Parts als auch dem Vorgänger.

Hammer Of The North bietet einhundert Prozent echten, unverfälschten, breitbeinigen Metal der auch gewisse JUDAS PRIEST-Tendenzen, speziell was JB´s Gesang angeht aufweist. Doch egal welche Bands man nun zum Vergleich heranzieht, GRAND MAGUS brauchen keine großen Namen als Zugpferde, denn so gut wie die Schweden sind in Sachen traditionellem Metal nur noch wenige. Hier stimmt einfach alles, auch dass drumherum. Sei es das schöne Artwork von Kristian Necrolord Wåhlin oder die perfekte Produktion von Nico Elgstrand und der Mix von Jens Bogren. Schon mit dem treibenden Opener I, The Jury machen GRAND MAGUS klar, dass auch dieses Mal keine Gefangenen gemacht werden. Der Kopf fängt ganz automatisch an zu zucken. Und so geht es fröhlich weiter durch zehn echte Metal-Hymnen ohne jeglichen Ausfall.

Vielleicht gelingt es den Schweden mit einem Label wie Roadrunner im Rücken ja, so richtig was zu reißen, die musikalische Qualität jedenfalls ist vorhanden und ich würde es dieser Band wirklich wünschen. GRAND MAGUS sind keine gewollt retrospektive Band, die in Interviews tausend Mal betont, dass ja früher alles besser war und man jetzt mal eben den echten Metal zurück bringt. Sie überzeugen einfach nur mit Qualität und das sollte honoriert werden. Sprich: Jeder, der sich auch nur ansatzweise für Heavy Metal interessiert notiert sich Hammer Of The North auf seinem Einkaufszettel.

Veröffentlichungstermin: 18.06.2010

Spielzeit: 48:49 Min.

Line-Up:
JB – guitar, vocals
Fox – bass
Seb – drums

Produziert von Nico Elgstrand & Jens Bogren
Label: Roadrunner Records

Homepage: http://www.grandmagus.com

MySpace: http://www.myspace.com/grandmagusrocks

Tracklist:
01. I, the Jury
02. Hammer of the North
03. Black Sails
04. Mountains Be My Throne
05. Northern Star
06. The Lord of Lies
07. At Midnight They´ll Get Wise
08. Bond of Blood
09. Savage Tales
10. Ravens Guide Our Way

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.