GARDENS OF GEHENNA: Dead Body Music

GARDENS OF GEHENNA: Dead Body Music

Wer auf düster-schwermütige Musik wie die von My Dying Bride oder den frühen Paradise Lost steht, wird an Gardens of Gehenna mit tödlicher Sicherheit Gefallen finden. Dead Body Music ist eines der Alben, dass den Hörer ganz langsam, aber unerbittlich in tiefe Depressionen stürzt.

Dabei eifert die deutsche Band nicht nur den genannten Bands nach. Die eindringlichen Gothic/Doom Songs gewinnen durch die unterschwellig eingesetzten Keyboards und Samples an Tiefe. Unterschwellig deshalb, weil das Keyboard zwar durchaus ein eigenständiges Instrument in den Kompositionen ist, die Songs aber niemals mit allzu eingängigem Gedüdel verwässert werden. Ganz besonders der Opener Requiem zeigt die Stärke der Band: Das Verschmelzen von traditionellem doomlastigen Gothic Metal mit modernen, elektronischen Sounds.

Die tiefen, monotonen Growls von Sänger Andreas Opel lassen den teilweise sehr melodischen Gitarrenläufen genügend Raum, um eine triste, aber dennoch schmerzhaft-schöne Atmosphäre aufkommen zu lassen. Die zurückhaltend, aber umso wirkungsvoller eingesetzten Keyboards geben den Titeln die nötige Aktualität. Dead Body Music ist ein zeitgemäßes Album, das weder überladen modern noch verstaubt klingt. Eine passende Einstimmung auf den nahenden Herbst…

Tracklist:

Requiem

Iesaiah 14:12

Tod und Teufel

Gethsemane

Beautiful Blackness

Lacrimae Rerum

From a Silent Yearning Planet

Dust of Life

Spielzeit. 45:01

Besetzung:

Andreas Opel – Gitarre, Gesang

Birgit Lages – Bass

Michael Schöner – Keyboard

Christian Wächter – Gitarre

VÖ: 24. 07. 2000

Label: Last Episode

andrea
Kümmere mich seit 1999 um Reviews, Interviews und den größten Teil der *Verwaltung*, Telefon-Dienst, Beschwerdestelle, Versandabteilung, Ansprechpartner für alles, Redaktionskonferenz-Köchin...