EVOLUTION: Dark Dreams Of Light

EVOLUTION: Dark Dreams Of Light

Trotzdem sollten sich EVOLUTION mit der nächsten Veröffentlichung überlegen, was sie eigentlich wollen. Ein ernstzunehmender Act, oder doch nicht lieber eine METALLICA-Coverband? Falls die Wahl aufs letztgenannte fallen sollte, könnte man wenigsten noch ein paar Euro nebenbei verdienen…

So stand es am Ende meines Reviews vor ziemlich genau einen Jahr zur damals erschienen Mini-CD „Empire Of Time“. Zum Glück haben sich EVOLUTION gegen das Geld verdienen entschieden und liefern mit „Dark Dreams Of Light“ nun einen vollständigen Longplayer ab.

Sicherlich werden die METALLICA-Vergleiche wieder in jedem Review zu finden sein. Damit muss und will die Band wohl auch leben, da sie ihren eingeschlagenen Weg konsequent weitergegangen ist. Thrashmetal der so klingt, wie METALLICA 1992 aufgehört haben zu klingen. Besonders was den Gesang angeht, klingt Maik Nirmaier nun mal wie der Bruder von James Hetfield. Falls es einmal heissen sollte, „Deuschland sucht den Hetfield James“, hätte Maik wirklich die besten Chancen zu gewinnen.

Aber man tut der Band Unrecht, wenn man nur auf deren Musikstil oder den METALLICA-Vergleich rumreitet. Der Stil, den die Band spielt, beherrscht sie nämlich vorzüglich. „Dark Dreams Of Light“ macht 39 Minuten Spaß und bei ca. 100 Veröffentlichungen im Monat im harten Bereich, muss ja auch nicht jede Band das „Metalrad“ versuchen neu zu erfinden.

Die Produktion ist fett, die beiden Gitarristen glänzen mit nie langweiligen Soli und aufregenden Breaks und man vergisst auch nie nette Melodien in die Stücke einzustreuen. Die Songs an sich haben nach einigen wenigen Durchläufen bereits Ohrwurmcharakter, was zumeist an den einfachen aber effektiven Refrains liegt. Die „Practice What You Preach“ bzw. „The Ritual“-Phase von TESTAMENT kann auch noch als Vergleich angegeben werden. Thrashmetal mit Härte und Melodie eben.

Jeder Metaller, der auf wirklichen Metal ohne Tralala steht und immer noch die gute alte Zeit nachtrauert, muss EVOLUTION anchecken und über die Homepage der Band sich die CD zulegen. Das es noch viele „Old-school“-Fans gibt, habe ich ja erst vor wenigen Tagen bei den No-Mercy-Festivals festgestellt. Jetzt muss die Band nur hoffen, dass diese auch bereit sind, ihr Geld für Undergroundbands auszugeben. Gegönnt sei es ihnen

Line-Up:
Maik Nirmaier – Gesang

Thomas Appel – Bass

Tosse Basler – Gitarre

Thomas Herrmann – Gitarre

Ritchie Gonzales – Drums

Homepage: http://www.evolution-metal.de

Tracklist:
1. Dark Dreams

2. Out Of Sight

3. Empire Of Time

4. Hope

5. Begin To See

6. Endless Pain

7. Take Time

8. Just On Thing

9. Till The End

10. Witness Of Society