DENIAL OF GOD: Klabautermanden [EP]

Denial of God spielen eigenen Angaben zufolge "Black Horror Metal". So weit so gut, was soll das sein? Black Metal mit Fun-Faktor? Atmosphärisch ist das Teil allemal, allerdings klingt es für mich weniger aggressiv als einfach rockig kultig.

DENIAL OF GOD spielen eigenen Angaben zufolge Black Horror Metal. So weit so gut, was soll das sein? Der gleichnamige Titel gibt eine Antwort: Musik à la VENOM – sogar der Sound ist ziemlich nah am Original. Die dänische Band prügelt aber nicht nur drauf los, sondern hat auch das ein oder andere rotzige Riff zu bieten. Und ellenlange Gitarrensoli. Und einen heiseren Schreihals. Und einen Schlagzeugsound, der jenseits von gut und böse ist.

Dennoch, DENIAL OF GOD haben etwas ganz Besonderes.

Black Metal mit Fun-Faktor? Gibt es so etwas? Keine Ahnung, ich verstehe die Band jedenfalls so. Auf jeden Fall ist das, was sie machen, ziemlich altmodisch – aber nicht langweilig. Lärm in Perfektion, die völlig übersteuerte Aufnahme hat zugegebenermaßen ihren Reiz. Vom Songwriting her gesehen, ist “Klabautermanden” sicherlich weit davon entfernt, innovativ zu sein. Das Akustikstück “Stromvarslet”, gezupft von einer Gitarre mit im Hintergrund donnerndem Unwetter kennt man bereits von einer anderen Band.

DENIAL OF GOD nehmen es nicht immer allzu genau

Die restlichen drei Stücke der MCD sind ein Bastard gezeugt von VENOM , GODDESS OF DESIRE und typischen Black Metal-Elementen. Atmosphärisch ist das Teil allemal, allerdings klingt es für mich weniger aggressiv als einfach rockig-kultig. Da stört es auch nicht weiter, dass es die Jungs in puncto Spieltechnik nicht allzu genau nehmen und der Schlagzeuger mal etwas vorauseilt oder die Becken oft etwas zu sehr beansprucht.

In der nahen Zukunft soll es von DENIAL OF GOD nun auch eine Full-Length-CD geben, betitelt wird das Werk mit Horror Metal.

DENIAL OF GOD “Klabautermanden” Tracklist

Stormvarslet
Klabautermanden
Black Horror Metal
Dethrone the Tyrant-God

Spielzeit: 17 min

Label: Hammerheart