DARK AVENGER: Dark Avenger

DARK AVENGER: Dark Avenger

Erleichterung. Es gibt also doch noch Bands, die aus altbekannten Zutaten eine originelle, frische Scheibe basteln können. Die Brasilianer, deren Debüt-Album mit zweijähriger Verzögerung nun auch offiziell in Europa erscheint, verarbeiten Einflüsse von IRON MAIDEN oder (Überraschung!) MANOWAR zu einem eigenständigen, seltsam vertraut anmutenden und trotzdem unbekannten Auftritt. Qualitäts-Mörtel, der überhaupt nichts mit überambitionierten Prog- oder „wir-integrieren-Folk-Einflüsse-und-sind-so-anspruchsvoll“-Einflüssen gemein hat, sondern immer kräftig auf die Zwölf einhämmert. Beste Voraussetzungen also, um sich straight in das Herz eines jeden Metal-Fans zu spielen. Wenn Sänger Mario Linhares nicht wäre. Dessen eigenwilliges Organ ist zwar eines der Trademarks der Südamerikaner, ist anfangs aber auch extrem gewöhnungsbedürftig. Mir gefällt sein hoher aggressiver Stil sehr gut, aber mit Sicherheit ist dieser Gesang nicht jedermanns Sache. Trotzdem sollten alle, die es richtig true haben wollen, schnellen Schrittes zum CD-Regal eilen. Jetzt müssen wir ja nicht mehr bei der Euro zuschauen (außer, um Hollands Gegnern die Daumen zu drücken), da ist genug Zeit, um auf’m Balkon ’nen Äppler zu trinken und die Nachbarn mit DARK AVENGER zu erfreuen. Sie werden euch Hymnen wie „Armageddon“, „Dark Avenger“ oder „Call Of Fight“ bestimmt zu danken wissen.

Wings

Besetzung:

Mario Linhares – v

Osiris Di Castro – g

Leonel Valdez – g

Gustavo Vieira – b

Cajo John – dr

Rafael Galvao – key

Tracklist:

1.Armageddon 2.Die Mermaid! 3.Who Dares To Care 4.Give A Chance 5.Green Blood 6.Rebellion 7.Dark Avenger 8.Half Dead Eyes 9.Madelayne 10.Ghost Divinity 11.Call Of Fight 12.Morgana

Scarlet Records

Wings
Seit November 1999 liefert Nils ("Wings") jährlich Reviews, um die Fahne des wahren METALs hochzuhalten!