DAGOR: Non Symbolic Art [Eigenproduktion]

Auch DAGOR sind eine Band, die lieber noch viel viel üben sollte, bevor sie die Welt das nächste Mal mit einer Veröffentlichung beehren…

Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als so langsam der Übergang vom Demotape zur Demo-CD stattfand. Damals – ja, noch im letzten Jahrhundert – waren CD-Rohlinge noch schweineteuer und kosteten etwa 15 Schweizer Franken (das wären dann etwa 20 DM, wenn wir gerade schon in der Vergangenheit sind). Dies hatte unter anderem eine entscheidende Konsequenz: Als Band überlegte man es sich ganz genau, ob man denn nun bereit wäre für eine Aufnahme. Bei den Tapes war die ganze Geschichte schlicht zu langwierig, um schlecht vorbereitet an die Aufnahmen zu gehen, bei den CD-Rohlingen war es einfach zu teuer – denn schließlich kann man für 15 Franken sogar in Zürich ein Mittagessen kriegen. Da diese Gegebenheiten Schnellschussaktionen nicht förderlich waren, wurde man allerdings auch von Bands, welche noch nicht genug geübt hatten, verschont.

Mittlerweile ist das leider nicht mehr so. Eine CD brennen kann mittlerweile jede untalentierte und schlechte Kellerband, was die Pfälzer der 2002 gegründeten Truppe DAGOR miteinbezieht. Dabei handelt es sich nicht um ein Teilprojekt der namensverwandten MOR DAGOR. Was so reißerisch als Non Symbolic Art angepriesen wird, ist in Tat und Wahrheit einfach unkoordiniertes, phantasieloses Gerumpel ohne jegliche Daseinberechtigung. Die Taubenichtse spielen alle gegeneinander und scheinen sich angesichts des herrschenden Dilettantismus an den einzelnen Instrumenten abzuwechseln. Die Wörter Takt und Rhythmus fehlen nicht nur vollkommen im Wortschatz von Thom und Swen, sondern im Übungsraum DAGOR generell, genauso wie eigene Ideen (das konnte man ja bereits von der Bandnamenswahl ableiten). Die Klangfetzen werden von einer faden Death / Black Metal-Mischung beherrscht, in Armageddon erscheint zu Beginn noch grauenhafter Cleangesang, welcher dann den folternden Bonustrack Illusions völlig in Beschlag nimmt. Jede einzelne Minute von Non Symbolic Art macht klar, dass das hier gebotene einfach nur nuklearschlecht ist.

Insgesamt ein äußerst langweiliger und qualvoller Einblick in den Proberaum von DAGOR. Verschwendet also nicht eure Zeit.

Veröffentlichungstermin: 24.12.2005

Spielzeit: 38:35 Min.

Line-Up:
Swen: Bass, Vocals

Ronnie: Gitarre, Vocals

Michel: Gitarre

Thom: Drums

Label: Eigenproduktion

Homepage: http://www.dagor-metal.de

Email: michael@dagor-metal.de

Tracklist:
1. Only the Weak

2. Great War

3. Darkest Hour

4. Armageddon

5. My Son

6. Buliwyfs Dead

7. St. Bonifatius

8. Fate

9. Judgement Day

10. Journey

11. Illusions (Bonustrack)