CRISIS NEVER ENDS: A Heartbeat Away

CRISIS NEVER ENDS fangen da an Spaß zu machen, wo sie aus ihrem eigenen Schema ausbrechen, das Tempo – nach oben oder nach unten – variieren und unerwartete Elemente einbringen. Leider passiert das auf "A Heartbeat Away" so gut wie gar nicht.

CRISIS NEVER ENDS gibt es nicht erst seit gestern, dennoch sind sie ein Beispiel dafür, wie schwer es ist, sich zur Zeit in dem Stil durchzusetzen, den die Stuttgarter spielen. Nein, das böse M-Wort wird in diesem Review nicht fallen, das habe ich mir geschworen. CRISIS NEVER ENDS provozieren das auch gar nicht so doll, denn die Musik des Fünfers ist ziemlich reinrassiger Melodic Death Metal, der nur durch vereinzelte, stampfende Parts an Modernität gewinnt, die zwar regelmäßig wiederkehren, sich aber niemals zu stark in den Vordergrund drücken. Dennoch bewegt sich die Musik nicht wirklich weit vom bekannten Schema weg und kämpft mit einigen Schwächen. Was A Heartbeat Away zu einer streckenweise recht langweiligen Angelegenheit macht, ist die recht schnell aufkommende Monotonie des Materials. Da wären vor allem das fast durchweg gleiche Tempo und das eintönige Gebrülle des Sängers. Die Gitarrenfraktion verbrät durchgehend entweder sehr melodiöse Riffs, oder aber stampfende Grooves – dazwischen gibt es fast nichts. Bei den Melo-Riffs gibt es zwar keine Ausreißer nach unten, aber wirklich herausstechende nach oben fehlen ebenso. Große Melodiebögen in Form von Refrains und wiederkehrenden Gesangslinien – oder überhaupt Gesangslinien! – kommen auf der Platte kaum vor. Die druckvollen Groove-Stampf-Parts hören sich dazu bei nahezu allen Songs ein wenig zu ähnlich an.

CRISIS NEVER ENDS fangen da an Spaß zu machen, wo sie aus ihrem eigenen Schema ausbrechen, das Tempo – nach oben oder nach unten – variieren und unerwartete Elemente einbringen. Leider passiert das auf A Heartbeat Away so gut wie gar nicht, weshalb das Album zwar ein solides Stück melodischer Death Metal ist, sich aber so stark dem Durchschnitt und der Gleichförmigkeit verschrieben hat, dass es CRISIS NEVER ENDS tiefer in die Nebensächlichkeit zieht, als mir lieb ist.

Veröffentlichungstermin: 10. 03. 2006

Spielzeit: 42:20 Min.

Line-Up:
Heiko Blocher – Vocals

Stephan Hildebrand – Guitars

Jürgen Kurz – Guitars

Michael Hafner – Bass

Sascha Beul – Drums

Produziert von Vagelis Maranis
Label: Beniihana Records

Homepage: http://www.crisisneverends.de

Tracklist:
01. Eaten Alive

02. A Heartbeat Away

03. Ffriends Like You

04. The Mirror

05. Elegy

06. The Poverty Of Things Money Can´t Buy

07. Consequences

08. Closer Than Kin

09. An Ocean Of Wasted Lives

10. Shall I Cut These Veins

11. All I Got