COUNTLESS SKIES: New Dawn

COUNTLESS SKIES: New Dawn

Es ist ja nicht so, dass einem die Melodic Death Metal-Alben ausgehen würden, aber in Sachen Neuankömmlingen in diesem Genre hat es schon umtriebigere Zeiten gegeben. Somit haben es COUNTLESS SKIES etwas leichter, als dass man nicht von vornherein sagt Nicht schon wieder eine Melo Death-Band. Und die Briten nutzen diese Chance ganz gut, als dass sie mit ihrem Debütalbum New Dawn ihre Hausaufgaben brav gemacht haben.

Die Band, die sich nach dem BE`LAKOR-Song Countlesse Skies benannt hat, nimmt Anleihen bei ihren Quasi-Namensgebern, aber auch bei INSOMNIUM und Konsorten. Dennoch gibt es auch Passagen bzw. Elemente, die dann doch eigenständig und neu wirken. Insbesondere der Clean-Gesang von Phil Romeo kommt einem da in den Sinn, als dass seine Vocals eine andere Klangfärbung haben als andere Clean-Gesänge des Genres (Daybreak). Die Growls von Ross King sind dagegen branchenüblich.

Kompositorisch arbeiten COUNTLESS SKIES selbstredend fleißig mit sehr melodischen Gitarren-Leads (Heroes) und dann und wann mit dramaturgischen Mitteln, um die Spannung aufzubauen (Incendium). Bei den längeren Tracks gibt es schließlich Spielereien mit der Laut-Leise-Dynamik, die mitunter die Zeit etwas zu sehr ausreizen (Return). Insofern gibt es schon so manches Highlight auf dem Album, von einer durchgehenden Hitdichte kann man indessen noch nicht sprechen, aber für ein erstes Album allemal respektabel.

Veröffentlichungstermin: 24.06.2016

Spielzeit: 44:01 Min.

Line-Up:
Ross King – Gesang & Gitarre
James Pratt – Gitarre
Phil Romeo – Bass & Gesang
Nathan Robshaw – Schlagzeug

Produziert von Danny Biggin @ HVR Studios, Ipswich (UK)
Label: Kolony Records

Homepage: http://www.countlessskies.com

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/CountlessSkies

Tracklist:
1. Aubade
2. Heroes
3. Incendium
4. Solace
5. Daybreak
6. Ethereal
7. Wanderer
8. Return

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.