CLUSTERHEAD: Grow

CLUSTERHEAD: Grow

CLUSTERHEAD sind mit ihrem zweiten Album Grow zurück und zeigen sich dabei durchaus auch gewachsen. Das Quintett setzt nach wie vor auf melodischen Metal mit zündenden Hooklines und agiert trotz immer wieder eingeflochtener Spielereien sehr eingängig – das ist auch gut so!
Gleich mit dem Opener The Mirror legen die Regensburger gut vor, legen eine gute Portion Härte und Wucht rein und garnieren das ganze mit einem schmissigen Refrain, der sich ruckzuck festsetzt, aber die nötigen Widerhaken besitzt, um auch längerfristig interessant zu sein. Von leicht melancholischen, hard rockigen Stücken mit balladeskem Einschlag (Why), bis zum Uptempo-Metalkracher (A Matter Of Survival) wird die ganze Palette geboten, für die notwendige Abwechslung ist also gesorgt. Mit Burned Alive, Too Late und Walk Of Fame gibt es aber durchaus noch weitere Kaliber, die bei steigenden Temperaturen im Auto eine ziemlich gute Figur abgeben werden und auch die Halbballade Rain ist absolut kitschfrei und leitet das Album schön aus.

Zwei kleine Dinge möchte ich dennoch anführen. Zunächst das mit pseudo-modernem Riffing versehene Revolution mit dem doch arg platten We are the saints of Metal…-Refrain. So etwas möchte ich von CLUSTERHEAD wirklich nicht hören. Außerdem die Produktion, die dieses Mal einfach arg steril klingt und bei der jegliche Mitten zu fehlen scheinen. Man glaubt teilweise, die Band würde hinter einer Wand stehen. Mit einem schön warmen Sound würde das einfach noch viel mehr krachen. Das soll aber definitiv keinen Fan melodischen, kraftvollen Metals abhalten, sich Grow zu Gemüte zu führen – lohnt sich in jedem Fall!

Line-Up:
Rene Brandt – vocals
Frank Stadlbauer – guitar
Andy Meyer – bass
Jens Walter – keys
Rüdioger Tonn – drums

Produziert von Band
Label: Winds Of Change Records

Homepage: http://www.clusterhead.com

Tracklist:
01. The Mirror
02. Arise
03. Revolution
04. Why
05. A Matter Of Survival
06. God Knows
07. Burned Alive
08. Too Late
09. Walk Of Fame
10. Forevermore
11. Rain

Ulle