Schade… „Interbellum“ ist eines derjenigen Alben, bei denen man spürt, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre. Denn kompositorisch bringen CATHUBODUA auf ihrem zweiten Album eine Reihe guter Ideen ein (wie bereits der Opener „Effigy Of Aftermath“ oder das dramatischere „Amidst Gods“ beweist), die in der Umsetzung jedoch durch manche Fehlentscheidung bei der Produktion ein gutes Ergebnis zunichte gemacht haben. Allen voran muss hier der Keyboard-Sound erwähnt werden, der wie eine bloße Midi-Komposition dahinplätschert. Und pikanterweise hat die Band gar keinen nominellen Keyboarder in den Reihen – es sei denn die Violine wurde im Sound derart verfremdet, dass sie wie ein Keyboard klingt… aber nein, warum würde dies Produzent Yarne Heylen (CARNATION) machen sollen. Dagegen sind die symphonischen Elemente, die wahrlich auch keine Offenbarung sind, nahezu professionell. Schade ist dies vor allem für das an sich gute Gitarren-Spiel, das den Symphonic / Power Metal mit leicht folkigem Einschlag („Foretelling“), gut und gerne alleine tragen würde. Ja, vielleicht wäre „Interbellum“ ohne symphonischen und geklimperten Schnickschnack besser gelungen als mit diesen Elementen. Schließlich haben die Belgier mit Sara Vanderheyden auch eine Sängerin, die ihr Fach versteht und unterschiedliche Gesangsarten und Stimmungslagen bedient („Will Unbroken“). Aber es hilft nun einmal alles nichts: wenn es eben solche Störfeuer wie einen verunglückten Keyboard-Sound gibt, macht ein an sich gut erdachtes und partiell gut umgesetztes Album einfach keinen Spaß. Daher nochmals… schade.
Veröffentlichungstermin: 23.02.2024
Spielzeit: 30:18 Min.
Line-Up:
Peter Thielemans – Bass
Sara Vanderheyden – Vocals
Arvid Vermote – Violin
Robin Ritzen – Guitars
Harald Bouten – Drums
Label: Massacre Records
Mehr im Netz: https://www.cathubodua.com/
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/Cathubodua.be/
CATHUBODUA „Interbellum“ Tracklist
01. Effigy Of Aftermath (Video bei YouTube)
02. Foretelling (Video + Stream)
03. Will Unbroken
04. Amidst Gods (Video bei YouTube)
05. The Mirror
06. Goddess Fallacy