BLACK ROYAL: Firebride

BLACK ROYAL: Firebride

2018 tauchten BLACK ROYAL aus dem Nichts auf und zeigten mit ihrem Debütalbum „Lightbringer“ den Kollegen von ENTOMBED und ENTOMBED A. D. wie Death ’n‘ Roll ein Vierteljahrhundert nach „Clandestine“ und „Wolverine Blues“ klingen kann: BLACK ROYAL haben den Sound zwischen Death Metal und MOTÖRHEAD nochmal durch den Dreck gezogen und mit Punk, und Sludge angereichert.

Unüberhörbar ist auch die Lebenserfahrung von Über-40-Jährigen, die zwangsläufig eine gewisse kalte Wut mit sich bringt, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht. Mit „Firebride“ haben die Finnen jetzt das zweite Album rausgebracht – und sie sind noch lange nicht fertig mit der Welt.

BLACK ROYAL ziehen alles durch den Dreck

Eigentlich hätten BLACK ROYAL ganz locker da weitermachen können, wo sie mit ihrem ersten Album einen Platz auf der Landkarte des Skandinavia-Metal ihre im Kampf zerfledderte Fahne in den Boden gerammt haben. Tun sie aber nicht, sie setzten zum Eroberungszug an und verbreiten mit Songs wie „Gods Of War“ da Angst und Schrecken, wo AMON AMARTH heute vor zahlendem Publikum nur ein gefälliges Wikinger-Musical aufführen.

Auch vor Düster-Bombast a la BEHEMOTH machen BLACK ROYAL nicht Halt und so wird „Firebride“ nochmals vielschichtiger. Der Wiedererkennungswert, der schon „Lightbringer“ ausmachte, ist noch da. Auch das ein der andere klassische Doom Metal-Riff ist zu entdecken – man muss sich nur den Death Metal-Blues-Signature-Sound durchhören, denn der Gitarrensound dieser Band ist grandios.

Ein großes Album mit noch größeren Riffs

BLACK ROYAL-Sänger Riku ist ein Berserker, der keine Streitaxt braucht, er brüllt einfach alles und jeden weg – und rettet auch einen Song wie das überraschend orchestrale und mit Frauengesang ergänzte „For The Dead Travel Fast“ davor, in seichte Gewässer abzudriften. Besser gelingt die Balance bei „Hail Yourself“, wo sich ein kleines, hochmelodisches Gitarrenlead gegen Horden von Riffs durchsetzt und Melodie, Dynamik und Aggression verstrudelt.

Insgesamt sind die rohen Songs wie „Pagan Saviour“, „All Them Witches“ oder der Titeltrack „Firebride“ die stärkeren Momente, denn wer so unwiderstehliche Riffs schreiben kann, braucht nicht mehr. Ein großes Album mit noch größeren Riffs!

Veröffentlichung: 14. Februar 2020

Label: Suicide Records

BLACK ROYAL „Firebride“ Tracklist

1). Coven
4). All Them Witches
5). 313
6). Gods of War
7). The Reverand
9). For The Dead Travel Fast

Mehr im Netz:
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Besetzung:
Jukka – Drums
Pete – Bass and Backing vocals
Riku – Vocals
Toni – Guitars and backing Vocals

andrea
Kümmere mich seit 1999 um Reviews, Interviews und den größten Teil der *Verwaltung*, Telefon-Dienst, Beschwerdestelle, Versandabteilung, Ansprechpartner für alles, Redaktionskonferenz-Köchin...