Effektive Misanthropie: ROTTEN SOUNDs neue EP „Mass Extinction“ löscht die Menschheit in zehn Minuten aus und zeigt die Band von ihrer Schokoladenseite.
Heiß wie das Höllenfeuer? Das Duo DARVAZA atmet auf dem zweiten Album „We Are Him“ den Odem der Hölle, selbst wenn dieser keine neue schwefelige Geschmacksnuance bietet.
OMNIUM GATHERUM wagen keine großen Experimente, haben aber noch genug Ideen in der Hinterhand, so dass der wiederentdeckte Drang nach vorne ohne Längen bleibt.
Der Nachfolger von „Unison Life“ mag längst fällig sein, stattdessen haben BRUTUS für ihre Fans ein weiteres Livealbum parat. Immerhin: „Live In Brussels“ ist nicht dazu da, um Zeit zu schinden.
Ein Ausbruch aus der Komfortzone: Die Cover-EP "We Are Shadows" zeigt THE HALO EFFECT von einer anderen Seite und gewährt dabei auch Einblicke in den musikalischen Werdegang der Supergroup.
Sechs lange Jahre haben uns YELLOW EYES auf ihr neues reguläres Album warten lassen. Hat es sich gelohnt? Der Meister murmelt, reitend auf dem gefrorenen Pferd, und er leuchtet lichterloh: "Confusion Gate" mag Konfusion stiften, aber wer sich traut das Tor zu betreten, will nie mehr zurück.
Willkommen in der postmodernen Version der Offenbarung des Johannes: BARREN PATHs Debütalbum „Grieving“ speit Gift und Galle mittels kompromisslosem Death-Grind, der ganz am Puls der Zeit liegt.
Die Dämmerung ist die schönste Zeit des Tages, im Garten ist es am Schönsten, und wer beides zusammen bringt, findet sich im Dämmerungsgarten wieder. Der von SADNESS und LUX ist besonders schön. Auf zur Gartenarbeit!
Wenn die Himmel sich öffnen: BLUT AUS NORDs sechzehntes Album „Ethereal Horizons“ erzählt von der Gewalt der Genese, dem Ausgeliefertsein angesichts der unbeschreiblichen Größe da draußen und warum das alles letztlich egal ist.
Pure Ekstase! LAMP OF MURMUUR wissen genau, wo sie die Grenze zwischen Heldenverehrung und Kitsch einerseits und roher Gewalt andererseits ziehen müssen. Wenig verwunderlich: „The Dreaming Prince In Ecstasy“ ist über weite Strecken sensationell gut.
Puh. Was soll das mit diesen fehlenden Vokalen? Ständig muss ich mein Hirn anstrengen mich daran zu erinnern, wie diese saugeile Band denn nun heißt. VDBR? VRDBR? Nein: VRDRBR! Ja, seid ihr denn alle vrrckt gwrdn?
AVIANA setzen ihre Marschroute unbeirrt fort. Über ausgetretene Pfade führt uns "Void", dessen seltene Lichtblicke das Album nicht über den Durchschnitt heben können.
Trotz Ideenvielfalt und musikalischer Farbexplosion legen AVRALIZE großen Wert auf eingängige Muster. Die musikalische Freiheit zeigt auf "Liminal" allerdings auch eine Band auf der Suche nach ihrem Platz.
MORS PRINCIPIUM EST orientieren sich auf "Darkness Invisible" tendenziell am Frühwerk der Band. Es steckt viel Bewährtes im Album, doch qualitativ lässt die Melodic Death Metal-Band nichts anbrennen.
ANCST erforschen das andere Extrem: Mit seinen elektronischen Klanglandschaften funktioniert "Binary Wrath" am besten als eine Art fiktiver Soundtrack.
PANOPTICON-Fans kennen und lieben ihn: Charlie Anderson ist der Haus-Geiger des Black-Metal-Projekts von Austin Lunn, aber alle anderen Saiteninstrumente beherrscht er auch. Was liegt da näher als ein eigenes Soloprojekt? Und wen trifft man am Schlagzeug wieder? Na?
TRIVIUM haben auf "Struck Dead" nichts von ihrem Killerinstinkt verloren: Die letzte Veröffentlichung mit Drummer Alex Bent zeigt das Quartett bissig und hungrig wie eh und je.