THE SPIRIT: Sounds From The Vortex

the spirit sounds from the vortex

THE SPIRIT stammen aus Saarbrücken und wurden 2015 gegründet. Mit “Sounds From The Vortex” hat die Band Ende letzten Jahres ihr Debütalbum veröffentlicht, mit dem sie vor allem im Underground schon ordentlich Staub aufwirbeln konnte. Aber nicht nur dort. Sogar das Donzdorfer Imperium – Nuclear Blast – war anscheinend mehr als begeistert von “Sounds From The Vortex” und nahm die Band kürzlich unter Vertrag. Das Debüt erschien noch über das bandeigene Label Eternal Echoes, das kommende Album also beim Branchenriesen Nuclear Blast. Ich gönne es der Band, hoffe aber, dass THE SPIRIT bei Nuclear Blast nicht untergehen. Vielleicht wäre ein etwas kleineres Label erstmal die bessere Wahl gewesen. Aber als Außenstehender hat man da natürlich immer leicht reden. Die Zukunft wird es zeigen und ich wünsche der Band viel Erfolg!

Im Saarland wird es antikosmisch…

Kommen wir aber zurück zu “Sounds From The Vortex”. Das Album enthält sechs Songs plus das Intro, nach welchem das Album benannt ist. Der Sound der Band zieht seine Einflüsse mehr als deutlich aus schwedischen Bands wie UNANIMATED, DISSECTION oder SACRAMENTUM. Schon mit dem Intro und seinem Übergang in “Cosmic Fear” fühlt man sich deutlich an seelige “Storm Of The Lights Bane”-Zeiten erinnert. Windrauschen, eine düstere Gitarrenmelodie, irgendwann setzt das Schlagzeug ein – langsam baut sich das Intro auf, um dann “Cosmic Fear” mit voller Wucht auf den Hörer hereinbrechen zu lassen. Der Song startet rasend, entwickelt sich später aber in eine Richtung, die mich sofort an “Where Dead Angels Lie” denken lässt.

Für alle sechs Songs auf “Sounds From The Vortex” gilt, dass die Stücke durchgehend spannend arrangiert sind und immer wieder mal die Richtung wechseln, von klirrender Raserei zur majestätischen Hymne. Dazu kommt eine perfekt passende Produktion und ein stimmiges Gesamtpaket aus Artwork und Layout. Man merkt, dass die Band verdammt viel Mühe und Herzblut in ihr Debüt gesteckt hat.

Mit “Sounds From The Vortex” präsentieren THE SPIRIT sich als Band mit einer Menge Potential

Bei einer Band mit den oben genannten Einflüssen aus Deutschland kommt natürlich zwangsweise der Vergleich mit THULCANDRA auf. Und diesen gewinnen THE SPIRIT, zumindest in meinen Ohren, spielend. Die Saarländer kommen eine ganze Ecke roher und ungeschliffener aber auch einfach authentischer rüber. Die Songs auf “Sounds From The Vortex” packen mich jedenfalls deutlich mehr als jene des letzten THULCANDRA-Albums “Ascension Lost”. THE SPIRIT haben eine Menge Potential und schon mit ihrem Debüt ein sehr starkes Album abgeliefert, welches mir momentan sogar besser reinläuft als das ohne Frage starke neue NECROPHOBIC-Album “Mark Of The Necrogram”.

Ihr könnt das Album direkt bei der Band auf CD und Vinyl beziehen, beides allerdings in limitierten Auflagen. Ich könnte mir vorstellen, dass durch den Deal mit NB und die dadurch generierte Aufmerksamkeit in nächster Zeit viele neue Leute auf die Band stoßen und – sofern sie nicht völlig geschmacksgeschädigt sind – dann auch “Sounds From The Vortex” ihr eigen nennen wollen.

Veröffentlichungsdatum: 13.10.2017

Spielzeit: 38:02

Line Up:
MT – guitars, vocals
AK – guitars
AT – bass
MS – drums

Label: Eternal Echoes

Facebook: https://www.facebook.com/thespiritband
Bandcamp: https://thespiritmetal.bandcamp.com

THE SPIRIT „Sounds From The Vortex“ Tracklist

  1. Sounds from the Vortex
  2. Cosmic Fear
  3. The Clouds of Damnation (Audio bei YouTube)
  4. Cross the Bridge to Eternity
  5. Illuminate the Night Sky
  6. The Great Mortality (Audio bei YouTube)
  7. Fields of the Unknown