NIGHT DEMON: Darkness Remains

NIGHT DEMON: Darkness Remains

Mit „Curse Of The Damned“ haben NIGHT DEMON 2015 ein richtiges kleines Juwel veröffentlicht. Bodenständiger, deutlich von der NWOBHM beeinflusster Heavy Metal ohne irgendwelche Kapriolen, okkultes Image oder sonstigen Kram. Einfach nur ein knappes Dutzend richtig gute Songs. Mich hat die Band mit ihrem Debüt richtig begeistert, so dass ich mehr als erfreut war zu hören, dass dieses Jahr ein neues Album erscheinen würde. Das vorab veröffentlichte „Welcome To The Night“ war bereits ein mehr als gutes Vorzeichen. Eine packende Up Tempo-Hymne – genau das, was man von NIGHT DEMON erwartet.

Und auch der Rest von “Darkness Remains” hält das hohe Niveau. „Maiden Hell“ ist textlich ein Tribut an IRON MAIDEN. Jarvis Leatherby baut hier diverse Songtitel oder Textzeilen der eisernen Jungfrauen in den Text des Songs ein. Das Ergebnis ist einer der besseren solcher Tribut-Texte. Auch was das Songwriting angeht, haben sich NIGHT DEMON dieses mal noch etwas mehr von IRON MAIDEN inspirieren lassen als noch auf dem Debüt. Dabei meine ich vor allem die frühen IRON MAIDEN, was auch bestens zu Leatherby´s Stimme passt, die schon etwas von Paul DiAnno hat. Aber auch andere NWOBHM-Bands wie TANK oder JAGUAR haben ihre Spuren im Sound von NIGHT DEMON auf „Darkness Remains“ hinterlassen.

Die Texte sind allesamt typische Metal-Klischees, dabei aber nie zu plump und mit echter Überzeugung umgesetzt, so dass man die Jungs dafür einfach noch mehr lieben muss. Aber selbst ohne Text blasen NIGHT DEMON dir die Socken weg. Das furiose Instrumentalstück „Flight Of The Manticore“ sei hierzu Beweis genug. Zum runterkommen dient der abschließende Titelsong, eine arschcoole Ballade bei der Jarvis´ Gesang stark verfremdet wurde.

NIGHT DEMON haben es tatsächlich geschafft, ihr tolles Debüt zu übertreffen. Die Hitdichte ist einfach noch mal ein ganzes Stück höher als auf „Curse Of The Damned“. Füller gibt es hier keinen einzigen, alle Songs sind echte, eingängige aber niemals banale Metal-Hymnen, die den Spirit der NWOBHM atmen.  Dazu passt die hervorragende, bodenständige Produktion, die allen Instrumenten Platz zur Entfaltung lässt. Lediglich beim Cover würde ich dem Debüt den Vorzug geben. Davon abgesehen, ist „Darkness Remains“ eine Pflichtveranstaltung für alle Fans bodenständigen, unverfälschten Heavy Metals ohne bullshit. Sagt hinterher nicht, es hätte euch keiner Bescheid gesagt! Ein weiterer Kandidat für die Jahresendabrechnung. NIGHT DEMON haben die Erwartungen, die ich nach „Curse Of The Damned“ hatte nicht nur erfüllt sondern übertroffen. „Darkness Remains“ wird sicher so schnell nicht aus meiner Playlist verschwinden. So und nicht anders muss old school Heavy Metal heute klingen!

VÖ: 21.04.2017

Spielzeit: 38:12

Line Up:
Jarvis Leatherby – vocals, bass
Armand John Anthony – guitars
Dusty Squires – drums

Label: SPV/Steamhammer

Bandhomepage: www.nightdemon.net
Mehr im Netz: facebook.com/nightdemonband

Tracklist:
01. Welcome To The Night
02. Hallowed Ground
03. Maiden Hell
04. Stranger In The Room
05. Life On The Run
06. Dawn Rider
07. Black Widow
08. On Your Own
09. Flight Of The Manticore (Instrumental)
10. Darkness Remains

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