KORITNI: Welcome To The Crossroads

KORITNI: Welcome To The Crossroads

Die alten Helden des Känguru-Rock sind ja doch so langsam ziemlich verstaubt, da ist es Zeit für einen Generationswechsel. Die hochgelobten Überflieger AIRBOURNE find ich arg überbewertet, zu sehr auf Rotzig getrimmt, da mag ich es doch lieber etwas cooler. Die Australier KORITNI hatten mich dagegen vor knapp 3 Jahren mit ihrem zweiten Album Game Of Fools positiv überrascht. Zwischendurch gab es mit No More Bets noch eine Scheibe mit Live- und Akustiksongs, nun also steht das neue Album an. Welcome To The Crossroads, da muss es nicht mit dem Teufel zugehen, dass die Band den richtigen Weg gewählt hat, um auch hier bei uns durchzustarten.

Soviel ist sicher, jeder noch so übelgelaunter Dämon, die man halt so an einsamen Kreuzungen treffen kann, wenn man es denn will, wird beim Opener und Quasi-Titelsong sofort das verwarzte Tanzbein schwingen. Der zwingende Groove, die fröhliche Slideguitar, da ist jeder Tag sofort ein guter Tag. Schnell fällt auf, dass die Australier noch eine Ecke mehr Abwechslung mitbringen. Bei Party´s Over wird es funky, die Classic Rock-Bridge passt genauso wie der Refrain mit leichtem NICKELBACK-Touch. Beim energischen Uptempo-Rocker TV´s Just A Medium greift Jeff Waters (ANNIHILATOR) kraftvoll in die Saiten, der Song hat beim Refrain auch mal was von VAN HALEN. Es werden wieder deutliche Verweise abgeliefert Richtung ROSE TATTOO und natürlich AC/DC, letztere vor allem bei Money Talks, It Says Goodbye, der bluesige Classic-Rocker Sometimes klingt wie eine Mischung aus LED ZEPPELIN und BADLANDS. Die Ballade Hold On gab es bereits als Akustikversion auf  No More Bets, hier kommt sie etwas lauter, bleibt aber eher nur eine schöne, typische Rockballade. Aber sie rundet die bunte Mischung aus zeitloser Classic-Rock meets Hair-Rock stimmig ab. Beim Opener Down At The Crossroads greift auch mal JEFF SCOTT SOTO (W.E.T., JOURNEY, TALISMAN, AXEL RUDI PELL) zum Mikro und beim folgenden Better Of Dead ELECTRIC MARY´s Dusty Brown. Auch das Drumherum stimmt, das Cover stammt wie bei den Vorgängern von Mark Wilkinson (u.a. JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN), gemixt wurde wieder von Mike Fraser (u.a. AC/DC, METALLICA, VAN HALEN) sowie Dean Maher (u.a. NICKELBACK, BRYAN ADAMS, SLAYER). Die Band spielt locker und rockt so manchen US-Megaseller an die Wand, die Gitarren kommen super, der Hausherr überzeugt mit seiner kräftigen Stimme, die er abwechslungsreich einsetzt.  Da stimmt alles, das nützt aber nichts, wenn die Songs nicht stimmen. Aber auch da ist vorgesorgt, es gibt reichlich coole Songs, das Album macht richtig Spaß.

Es muss schon mit dem Teufel zugehen, wenn KORITNI mit Welcome To The Crossroads nicht den Durchbruch bei uns schaffen. Bei dem gelungenen Mix aus Classic Rock made in Australia und 80er US-Hair-Rock kann man bedenkenlos zugreifen, wenn man coolen Hard Rock mag.

Veröffentlichungstermin: 04.05.2012

Spielzeit: 50:37 Min.

Line-Up:
Lex Kortini – Vocals
Eddy Santacreu – Guitar
Luke Cuerden – Guitar, Backing Vocals
Matt Hunter – Bass
Chris Brown – Drums

Produziert von Anton Hagop und Lex Koritni
Label: Verycords

Homepage: http://www.koritni.com

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/koritni

Tracklist:
1. Down At The Crossroads (featuring Jeff Scott Soto)
2. Better Off Dead (featuring Rusty Brown)
3. Party´s Over
4. Now A Word From Our Sponsors
5. TV´s Just A Medium (featuring Jeff Waters)
6. Lost For Words
7. Sydney In The Summertime
8. Sometimes
9. Money Talks, It Says Goodbye
10. Let´s Go Crazy
11. Hold On (Electric version)
12. Take It Like A Man

Frank Hellweg
Lebensmotto "stay slow", Doomer halt.... Love & Peace geht auch immer, nur ohne Musik geht nichts!