GLOSON: Grimen

GLOSON: Grimen

Noch vor zwei Jahren haben GLOSON mit ihrer Debüt-EP „Yearwalker“ durchaus auf sich aufmerksam gemacht. Da war zum einen das einprägsame Wildschwein-Cover, aber zum anderen machte auch die Musik der Schweden neugierig, schließlich verbanden sie Sludge-Aggressivität mit Doom-Melancholie und Post Rock-Melodie.

Nun steht  mit „Grimen“ die erste Full-length an und so ganz werden GLOSON den Erwartungen nicht gerecht. Zwar hat sich an der stilistischen Ausrichtung wenig geändert, doch wirken die Kompositionen blutleerer als noch auf der EP. Das, was noch am ehesten erhalten geblieben ist, ist die gewisse Melancholie. Dagegen verliert sich die Aggressivität in allzu breit getretenen Themen, die die Tracks bestimmen. Und die Melodie findet sich dann auch eher in ruhigeren Momenten wie zum Beispiel in „Antlers“, das ebenso wie das von der EP bekannte „Sirens“ an die Filmmusik britischer Zombie-Filme erinnert.

„Grimen“ ist keineswegs ein schlechtes Album, als dass GLOSON die dunkle Stimmung gut zum Hörer transportieren können. Auch die Verzweiflung lässt sich gut aus den growlenden Stimmen der Sänger heraushören, doch setzt der Melancholie-Ansatz des Albums zu sehr auf repetitive Elemente, die „Grimen“ schlussendlich doch etwas langweilig erscheinen lässt.

 

Veröffentlichungstermin: 13.02.2017

Spielzeit: 50:40 Min.

Line-Up:
Anders Persson – Gitarre & Gesang
Christian Larsson – Gitarre & Gesang
Mikael Sällström – Gitarre & Backing Vocals
Kristoffer Bruhn – Bass & Backing Vocals
Samuel Karlsson – Schlagezug

Gastmusiker:
Samuel Frisk – Didgeridoo

Produziert von Mikael Sällström (Mix) & Magnus Lindberg (Mastering)

Label: Art of Propaganda

Homepage: http://gloson.bandcamp.com/releases

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/Glosonswe

Tracklist:
1. Prowler
2. Fabulist
3. Antlers
4. Cringe
5. Specter
6. Embodiment

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Christian Wögerbauer
Seit 2005 bei Vampster und Lieferant für Reviews, News, Live-Berichte und -Fotos.Genres: Doom, Death, Gothic, Sludge