KEEP IT TRUE IV: Der Festivalbericht

KEEP IT TRUE IV: Der Festivalbericht

Das Festival

Insane | Paragon | Overlorde | Thunder Rider | Torch | Deadly Blessing | Count Raven | Agent Steel

Das Festival

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Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie schnell so ein halbes Jahr vorbei geht und obwohl das KEEP IT TRUE-Festival nun erst zum vierten Mal stattfand, ist es dennoch bereits eine Konstante im Metaller-Leben geworden. All halb Jahr trifft man sich mit einigen Freunden für den traditionellen Metal-Sound in Lauda-Königshofen und freut sich darüber, dass es eine derartige Veranstaltung überhaupt gibt.

Gleichzeitig konnte man bei dieser Ausgabe feststellen, dass der Freundeskreis auch noch zu wachsen scheint und so war es kein Wunder, dass bereits am Morgen während der ganztägigen Metalbörse schon einiges los war. Und man kann immer wieder nur staunen, was für Zeitgenossen man auf dem KEEP IT TRUE über den Weg läuft und sich fragen, in welchen Löchern sich diese wohl den Rest des Jahres verstecken. Ja klar, das KEEP IT TRUE ist zu einem großen Teil eine Ansammlung von Kuriosen und für Außenstehende mag das zum Teil nur noch durchgeknallt wirken. Das macht aber auf der anderen Seite einfach dieses besondere Flair des KEEP IT TRUE aus.

Ansonsten ist es wie bereits im letzten Bericht beschrieben: man ändert großartig nichts am Konzept und versucht nicht krampfhaft etwas umzustülpen, um mehr Leute zu ziehen. Dennoch muss man feststellen, dass auf der vierten Veranstaltung endlich etwas für den Sound getan wurde! Ja wirklich – zwar wird man in dieser Halle vermutlich nie eine ordentliche Akustik hinbekommen, man hat aber definitiv Fortschritte gemacht. Zumindest im Halbkreis um die Bühne herum konnte man dieses Mal zufrieden sein und bekam einen ausgewogenen Klang geboten, bei dem nun auch die einzelnen Instrumente zu differenzieren sind. Und ich denke damit hat man genau am richtigen Punkt der Veranstaltung gearbeitet.

Denn auch wenn das Billing beim vierten Event nicht ganz so begeisternd ausfiel wie bei den Veranstaltungen zuvor, so wurde die hungrige Meute doch erneut zufrieden gestellt und bekam einige echte Highlights geboten. Inklusive schönem Wetter außerhalb der Halle, das einem die Pausen zwischendrin entsprechend versüßte.

INSANE

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Insane
Starteten das Keep it True erneut mit Old School Thrash – INSANE

Wurde da etwa eine neue Tradition erschaffen, das KEEP IT TRUE mit einer Thrash-Band beginnen zu lassen? Letztes Jahr also REPENT, dieses Jahr also INSANE. Und die Italiener thrashten noch mal ein Stück konsequenter old-schoolig los als die Süddeutschen im Vorjahr. Und mit Old School mein ich auch Old School. Die Riffs messerscharf, die Lyrics richtig schön evil, der Gesang mit ordentlich Hall ins Mikro gebellt. INSANE trugen ihre Songs definitiv mit dem richtigen Gespür für den alten Thrash-Sound vor und ließen dabei auch spieltechnisch nichts anbrennen. Durch die Dreierbesetzung Gitarre-Bass/Gesang-Schlagzeug sorgte man auch für die richtige Rohheit, nur leider muss man sagen, dass INSANE dadurch zu sehr an ihre Positionen auf der Bühne gebunden waren und dieses Manko nicht ausgleichen konnte. Es ging auf der Bühne einfach ein bisschen zu wenig und mehr als Sympathie konnten INSANE an Ausstrahlung nicht aufbringen. Aber nicht schlimm, die Die-Hard-Thrash-Fraktion war mit der Mischung aus alten SLAYER, TESTAMENT und DESTRUCTION vollauf zufrieden und ging schon jetzt richtig gut mit. Dementsprechend gab´s auch ordentlich Applaus und Fragen blieben keine offen.

PARAGON

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Paragon
Die gute Seele des kraftvollen Teutonenstahls – PARAGON

PARAGON sind für mich irgendwie die gute Seele des kraftvollen Teutonenstahls. Irgendwo in der Tradition von alten Haudegen wieACCEPT, TRANCE oder STORMWITCH zieht man völlig unbeirrt über all die Jahre hinweg sein Ding durch und hält damit die Kerze am brennen. Mal lässt es die Band dabei richtig schön speedig krachen um beim nächsten Stück dann wieder in Stampf-Metal-Rhythmen zu verfallen. Ja ehrlich, so was kriegt man heutzutage eigentlich nur noch bei einem U.D.O.-Konzert geboten und diese Truppe ist irgendwo genau am richtigen Fleck in der Metal-Landschaft. Dass man es bei PARAGON mit alten Hasen zu tun hat, das bemerkt man nicht nur an der Optik. Live lassen PARAGON keine Unsicherheiten zu, da gibt es keine unnötigen Sperenzchen, da herrscht einfach nur der Metal, der routiniert und dennoch mit Schmackes und Energie dargeboten wird. In der Songauswahl hat man dabei die Spanne vom Chalice of Steel-Album bis zur zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlichten neuen Scheibe abgedeckt und gerade von diesem sogar zwei Stück vorgetragen, Impaler und Revenge. Die stehen natürlich voll in der Tradition des alten Materials und somit weiß jeder, was ihn erwartet. Überraschungen sucht man also auf Platte genauso vergebens wie live.

OVERLORDE

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Overlorde
Ließen den alten US-Power-Metal mit Abstrichen hochleben – OVERLORDE

Bei den ersten Tönen von OVERLORDE sah man dann die Menge nach vorne strömen und die Matten kreisen. Mit dem aktuellen Album Return of the Snow Giant scheint man doch wieder das Interesse für die Band geweckt zu haben und die Bedürfnisse des Publikums wurden mit dem einleitenden ersten hohen Scream auch gleich voll erfüllt. Und gerade diese hohen Melodielinien waren es auch, wodurch man den alten US-Metal richtig schön hochleben ließ. Die Band machte dabei einen sehr routinierten Eindruck, allerdings muss man auch bei dieser Truppe ordentlich Abstriche in Sachen Ausstrahlung machen. Mit John Kong Bunucci am Bass hat man zwar einen echten Blickfang in der Band, der durch seine ordentliche Körperfülle, sowie durch seine Tarnhosen in Kombination mit seiner außerhalb der Bühne stets im Mund befindliche Zigarre aus der Masse herauszustechen weiß. Spätestens bei DEADLY BLESSING wusste man aber, wo der Unterschied liegt. OVERLORDE machen auf der Bühne eher den Eindruck einer Truppe, die irgendwann stehen geblieben ist. Musikalisch ist das begrüßenswert, aber live beschleicht einen doch ein gewisses Gefühl von sie sind halt auch nicht mehr die Jüngsten. Die instrumentalen und gesanglichen Leistungen bleiben dabei vollkommen unangetastet, aber leider zog sich gegen Ende hin auch das Songmaterial etwas. Insgesamt also eine gute, aber nicht herausragende Leistung.

THUNDER RIDER

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Thunder
Best-Of-Programm in Medley-Form – Thunder Rider

Den Kanadiern THUNDER RIDER waren 45 Minuten Spielzeit wohl etwas zu knapp um den anwesenden Bangern einen Querschnitt durch ihre Alben Tales Of Darkness And Light Chapter I bzw. II aus den Jahren 1989 und 2002 zu bieten. Daher entschloss man sich kurzerhand, einige Songs jeweils zu Medleys zusammen zu fassen. Und so konnte man den epischen Metal der Band um John Blackwing (Vocals/ Guitars) (der von Bruce Corian (Guitars), Luc Dufresne (Bass) und John Bulhoes (Drums) ergänzt wurde) in verkürzter Fassung genießen, wobei jeweils einige der im Original zum Teil sehr langen Kompositionen zu einem Medley eingedampft wurden, wobei man auf die ganz ausschweifenden Instrumentalpassagen verzichtete. Geboten wurden dann Satan´s Wrath, New Born, und Death Angel im ersten Block mit druckvollem, tightem Zusammenspiel, dann Thy Kingdom Come und For Christ´s Sake und im dritten Teil gleich einige Höhepunkte in Form von Death To Death, Blackwing und dem Hammer Heavy Metal Wizard. Obwohl die Band etwas hüftsteif und bewegungslos agierte, konnte die präzise Darbietung des technisch anspruchsvollen Materials überzeugen, wobei THUNDER RIDER zwar als solide Band in die Festival-Historie eingehen werden, wirkliche Höhepunkte setzten später aber andere. Den Schluss bildeten Evil Slayer, Devils´s Playground und Day Of The Damned und brachte eine gute Dreiviertelstunde guter Unterhaltung zum Ende.

TORCH

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TORCH
Ließen es mit abgefahrenen Outfit ordentlich krachen – T.O.R.C.H.

Eins wird keiner, der auf dem Keep It True anwesend war bestreiten wollen: die Schweden TORCH waren optisch definitiv der extravaganteste Act des Festivals. Der Bassist brachte einen Hauch von MÖTLEY CRÜE auf die Bühne, der Gitarrist wirkte mehr wie einer Alternative-Rock-Band entsprungen, Sänger Dan Dark toppte aber alles vollkommen. Kurz zusammengefasst wirkte er, als ob Ozzy Osbourne und Udo Dirkschneider gemeinsam einen Besuch in einem Lack- und Lederklamottenladen absolviert hätten. Etwas detaillierter: Dark mixt die Wildheit von Ozzy, dessen Brusttätowierung zudem noch originalgetreu auf dem Körper des Sängers prangt, mit der Frisur, Körpergröße und Stimme von Udo und packt das ganze in eine rote Lederkluft, bei der auch mal die kleine Wampe unter der Weste hervorlugen darf. Klar, dass wenn man sich da von seinem Oberteil trennt, man die Hose noch mal ein bisschen runter zieht und man sich seinen Lümmel erst mal zurechtlegt. Manch einer mag zumindest bei Dan Dark nun sagen, dass es peinlich wirken mag, wenn betagtere Herren versuchen, sich zu kleiden und zu geben als wären sie gerade mal zwanzig. Bei T.O.R.C.H. ist es aber definitiv so, dass diese Attitüde echt und unverkrampft rüber kommt und das ist eben der Trick dabei. Und auf diese Weise erhalten auch die alten Kompositionen nach wie vor eine Frische, die man bei vielen anderen Reunion-Bands sucht. Klar, die dargebotenen Stücke sind allesamt irgendwann Anfang der 80er entstanden. Das hörte man auch und dennoch war der Sound, bei dem einem einfach nur Heavy Metal einfällt, richtig knackig und roh. Die Fans wussten das zu schätzen und vor allem die auffällige Schweden-Fraktion (Schnauzbart, Spandex-Ganz-Körper-Anzug in glänzend-rot, Nieten-/Patronengurt und Eierschale) machte hier in der ersten Reihe mit ihrer Landesfahne auf sich aufmerksam. Schöner Auftritt.

DEADLY BLESSING

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Deadly
Ein wahrgewordener feuchter Metal-Traum – DEADLY BLESSING

Wer eine Definition für das Wort Höhepunkt braucht, war nach den ersten zwei, drei Songs des ersten Europa-Auftritts der US-Metal-Legende DEADLY BLESSING bereits bestens bedient. Gesangs- und Zeremonienmeister Ski kam mit einer orgiastischen, unglaublichen Kaskade astreinster Metal-Screams aus der Umkleide gestürmt und verdammte alle (!) anderen Keep-It-True IV-Mitmusiker zu Statisten. Unglaublich, mit welcher Power die Amis ihren Sound von der Bühne bliesen. Aber tight spielende Bands haben wir in Lauda-Königshofen schon massenhaft gesehen- ein Vokalist wie der kleine Ausnahmekönner aus New Jersey macht den Unterschied! Gefühlvolle Teile, tiefes Shouting und massenhaft hohe, höhere und höchste Gesangspassagen definierten das Wort Comeback ganz neu. Wenn man bedenkt, was seit der Veröffentlichung der ersten und bis dato einzigen vollständigen DEADLY BLESSING-Platte Ascend From The Cauldron vor geschlagenen 17 Jahren aus der Band hätte werden können, die heute immer noch mühelos ihren schon damals himmelhohen Standard halten kann, muss man wohl die eine oder andere Träne verdrücken. DEADLY BLESSING waren die eindeutigen Gewinner des KIT IV und machten reichlich Werbung für ihre aktuell erschienene CD One Eye To The Past, die aus Alternativ-Versionen von Album Tracks und unveröffentlichten Songs besteht. Und so wurden aus One Eye To The Past auch Immortal”, das 10-Minuten lange Demise Of Faust” (Wahnsinn!) und Queen Of Sin” geboten, bevor man sich der kompletten Ascend From The Cauldron-Scheibe widmete: Search And Destroy”, Salem´s Lot”, Cry Of Medusa”, Mindbender”, Deliver Us From Evil”, Silent Madness”, Escape The Wrath” und die Bandhymne Deadly Blessing. Es fällt mir schwer, meine Begeisterung zu schildern, DEADLY BLESSING in der Besetzung Ski (Vocals), Tom Bach (Guitars), Tony Kerr (Guitars), Nick Mitchell (Bass) und Wayne Kellie (Drums) gesehen und in dieser Form erlebt zu haben. Wer wie ich und viele andere Jahre lang mit der Ascend From The Cauldron”-Scheibe gelebt und diese geliebt hat, weiß was ich meine. Diese Band in dieser Form zu sehen ist die größte Überraschung, die ich bisher live erleben durfte. Ein wahrgewordener, feuchter Metal-Traum, den Frontmann Ski mit seiner unglaublichen, unvergleichlichen sirenenhaften Stimme zu einem alles überstrahlenden Höhepunkt veredelte. Wer so ein Set ohne die geringste Schwankung realisiert, hat der Metal Szene noch mehr zu bieten. Hoffen wir, dass er mit seiner neuen Band FAITH FACTOR wirklich zu einer Veröffentlichung kommt, und das alte Niveau halten kann. Mit dem Ende des gewaltigen Sets, das sich von Song zu Song steigerte und bei dem selbst in der Gesangsperformance (bei einer extremen Belastung Ski’s Stimme) immer weitere Höhepunkte erreicht wurden, war jedenfalls jedem ernsthaften Betrachter klar: selbst AGENT STEEL in absoluter Traumform würden das nicht mehr toppen können.

COUNT RAVEN

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Count
Spalteten das Publikum mit ihrem Doom Metal – COUNT RAVEN

Langsam entdeckt das Keep It True nun also auch den Doom für sich und mit SOLITUDE AETURNUS hat man für die nächste Veranstaltung schon ein kleines Highlight angekündigt. Bei der vierten Ausgabe waren es COUNT RAVEN, die in zweiter Headlinerposition die Freunde der langsamen Klänge entzücken sollten und das taten sie auch. Allerdings nur diese, denn für den Rest der Anwesenden war der Sound der Schweden einfach nur langweilig und so spalteten COUNT RAVEN die Meinungen mehr als jede andere Band.

Man hatte es eben nicht mit einem eingeschworenen Publikum zu tun, wie auf dem letztjährigen Doom Shall Rise und für die großen Bühnen der Welt ist der Graf Rabe ehrlich gesagt auch nicht unbedingt geboren. Diese Band funktioniert am besten in einer überschaubaren Umgebung mit einem Haufen Freaks, die den speziellen Sound der Band einfach nur lieben. Und diese fand man auch in den ersten Reihen des Publikums, von wo aus COUNT RAVEN nach allen Regeln der Kunst abgefeiert wurden. Schon das Intro – eines der besten der Metalgeschichte – ließ bei den Fans das Blut schneller durch die Adern fließen und mit dem Opener Until Death Do Us Part war wieder alles gesagt. Eine große Show muss man bei COUNT RAVEN nicht erwarten, dazu sind die alten Herren einfach nicht extrovertiert genug. Schlagzeuger Christer Pettersson spielt wacker seinen Beat inklusive der schon von Platte gewohnten Temposchwankungen, Bassist Tommy Eriksson zupft seinen Bass mit einer unbeirrbaren Kompromisslosigkeit und Dan Fondelius ist der Doom-Messias schlechthin. Mit einer strengen Vehemenz erzählt er den Leuten von der Schlechtigkeit der Menschen, fordert immer wieder durch seine Listen-Ausrufe zum genauen Zuhören und lächelt im nächsten Moment wieder verbrüdernd ins Publikum. In erster Linie beweisen COUNT RAVEN live aber, dass man mit den Basismitteln des Rock eine enorme Intensität erschaffen kann und gleichzeitig einfach nur gute Songs haben muss, um die Leute mitzureißen. Und davon gab es beim Keep It True wieder genug, angefangen von älteren Stücken wie Inam Naudemina, Mitsinghymnen wie Hippies-Triumph, flotteren Hasssongs der Marke Let The Dead Bury The Dead oder aber Göttergaben wie Leaving The Warzone. Das dargebotene neue Stück ließ man sich quasi vom Publikum absegnen und war hochglücklich, dass es auch entsprechend ankam. Wann das neue Album erscheinen wird, dazu ließ sich Meister Fondelius lieber nicht genau aus, definitiv kann man sich aber darauf verlassen, dass es ein astreines COUNT RAVEN-Album wird, wenn alles so klingt wie dieses eine Lied. Den Abschluss des Sets werden vermutlich eh nur die Fans verstehen, bei denen sorgte die mit Synthie-Klängen vom Band hinterlegte A-Capella-Nummer Cosmos aber für eine wahre Gänsehaut. Viel zu kurz war dieser Auftritt…..vermutlich aber auch nur aus Sicht der Doom-Fraktion.

AGENT STEEL

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Agent
Skeptics Apocalypse nicht ganz in Bestform – AGENT STEEL

Die Stahl Agenten sorgten schon im Vorfeld durch ihre Ankündigung, die Skeptics Apocalypse-Götterscheibe zum zwanzigsten Jubiläum komplett durchspielen zu wollen für berechtigte Vorfreude, gilt die Band doch ohnehin als Garant für brettharten, energetischen Speed Metal ohne Kompromisse. Aber obwohl das Publikum den Mannen um Sänger Bruce Hall, die ohne Gitarrist Bernie Versailles angetreten waren, aus der Hand fraß, hat man schon bessere AGENT STEEL-Shows gesehen, zu eindimensional war das Stageacting, zu vorhersehbar war die gesamte Performance. Ankündigungsgemäß bretterten die Mannen die geliebten Songs heftigst gefeiert in die Menge, wenn man mit Unstoppable Force” startet und Rager”, Agents Of Steel” und Taken By Force” folgen lässt, kann man auch gar nichts falsch machen. So starke Songs blasen auch dem müdestens Metal Head die Gedanken an die heimische Schlafstatt aus der Birne und zaubern ein Dauergrinsen aufs Gesicht. Was folgte war klar: Evil Eye/ Evil Minds”, Bleed For The Godz”, Children Of The Sun”, 144.000 Gone”, das unendlich geile, 1000-mal gehörte und trotzdem jedes Mal Gänsehaut verursachende Guilty As Charged” und Back To Reign”. Danach verausgabte sich die extrem aggressiv agierende Band noch bei Illuminati Is Machine”, Ten Fists Of Nation”, Avenger” und dem Rausschmeißer Mad Locust Rising”. Insgesamt ein würdiger Headlinerauftritt einer Formation, die immer noch nicht den Erfolg hat, den sie verdient. Aber wie oben schon erwähnt, waren die Stahl Agenten auch schon in noch besserer Form zu bewundern. Etwas verwunderlich war die später von einigen im Publikum geäußerte Kritik am bandeigenen Soundmann, der angeblich den schlechtesten Sound des Festivals produziert hätte. Ich selbst konnte ehrlich gesagt keinen großen Unterschied zum traditionell eher bescheidenen KIT-Standard feststellen. Die Limitation durch die Tauberfrankenhalle und die gestellte PA sind wahrscheinlich einfach zu groß, um einen wirklich transparenten und druckvollen Klang bieten zu können.

Fierce
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