TÖXIK DEATH: Sepulchral Demons

TÖXIK DEATH haben halbwegs spielen gelernt und erfreuen uns mit einer guten halben Stunde Thrash der Markte roh und stumpf

TÖXIK DEATH hatten mit ihrem Namen und der Schublade Speed / Thrash Metal sofort meine Aufmerksamkeit. Als ich mich dann so durch den Promotext arbeitete, stieß ich auf das Debüt “Speed Metal Hell” aus dem Jahr 2014. Da war doch was… Ein Blick auf die Festplatte schafft Gewissheit. Ja, da war was. Besagtes Debüt aus dem Jahr 2014 fand auch schon seinen Weg zu mir. Das Cover des besagten “Speed Metal Hell” sieht so aus, als hätte mein Sohn (6) es mit Wachsmalstiften gemalt. Klanglich könnte man meinen, er hätte auch den Job des Produzenten übernommen. Meine Güte, was für ein unproduziertes, untightes Getrümmer. Das konnte selbst ich, der ich ja durchaus eine Schwäche für robust-rumpeliges hat, mir nicht schön hören. Für eine Band, die zu diesem Zeitpunkt schon elf Jahre am Start war, entweder ein Armutszeugnis oder ein Zeichen übertriebenen trve underground cvlt Denkens.

Im Vergleich zu ihrem Debüt haben sich TÖXIK DEATH deutlich gesteigert

Vom Line-Up des Debütalbums sind zwischendurch drei Fünftel über Bord gegangen. Wie also klingen TÖXIK DEATH sechs Jahre und drei Musiker später? Nun, die Norweger klingen immer noch nicht wie FORBIDDEN oder HEATHEN, sondern huldigen weiter der stumpfen Interpretation des Thrash Metal-Genres. Allerdings inzwischen auf einem gänzlich anderen Niveau als noch auf “Speed Metal Hell”. Spielerisch und klanglich liegen durchaus Welten zwischen dem Debüt und “Sepulchral Demons”. Ja, selbst das Cover ist qualitativ eine ganz andere Liga. Dabei haben sich TÖXIK DEATH ihren räudigen, rumpeligen Charme voll und ganz bewahrt. Die sieben Songs auf “Sepulchral Demons” klingen nach POSSESSED, alten SEPULTURA und noch älteren SLAYER, von denen man gleich mal das eine oder andere Riff ausborgt.

“Sepulchral Demons” bietet eine gute halbe Stunde Thrash der Marke roh und stumpf

So prügeln sich die fünf Norweger in etwas mehr als einer halben Stunde durch sieben Songs, bei denen man, wenn man ehrlich ist, nicht immer merkt, wenn der eine Song aufgehört und der andere angefangen hat. Schnell geschrubbte Riffs, polternde Drums und ein weitestgehender Verzicht auf Soli, dazu ein Sänger Marke angepisster Pitbull. Wer seinen Thrash gerne stumpf, roh und 100% old school mag, für den ist “Sepulchral Demons” das richtige Album. Zwar ragt das Album gegenüber ähnlichen Genre-Beiträgen nicht wirklich heraus, bietet aber eine gute halbe Stunde beste Unterhaltung – nicht mehr und nicht weniger. Ein Album der Kategorie: kann man haben, muss man aber nicht.

Veröffentlichungsdatum: 21.08.2020

Spielzeit: 32:56

Line Up:
Henning Haugland – vocals
Anders Waage – guitar
Tore Vik – guitar
Espen Haukelid – bass
Jacob Yttredal – drums

Produziert von: Anders Krokedal @ Elektrosjokk Studio, Sandnes

Label: High Roller Records

Facebook: https://www.facebook.com/ToxikDeath
Bandcamp: https://toxikdeath.bandcamp.com

TÖXIK DEATH „Sepulchral Demons“ Tracklist

01. Sepulchral Demons (4:27)
02. Savage Nights (4:32)
03. Malicious Assassin (3:18)
04. Sadistic Sorcery (4:12) (Audio bei YouTube)
05. Morbid Divination (7:21)
06. Incantation of Annihilation (5:04)
07. Undead Vengeance (4:02)