SUFFOCATION: Souls to Deny

SUFFOCATION: Souls to Deny

Rätselraten gab es um die Könige der Arschbomben, SUFFOCATION, die sich vor knapp zwei Jahren plötzlich wiedervereinigt hatten. Eine Reunion ohne Songwriter und Gitarrist Doug Cerrito schien nahezu undenkbar und dennoch machen sich SUFFOCATION nun mit dem Effigy of the Forgotten-Line Up unter hinzunahme von Ex-PYREXIA Gitarrist Guy Marchais auf, die Welt wieder zu erobern. Was dieses Mal nicht wirklich schwierig werden sollte.

Alben wie Effigy of the Forgotten und Breeding the Spawn genießen größten Kultstatus und Pierced from Within ist eines der wichtigsten und besten Alben im Bereich des brutalen Death Metal, somit hängt die Messlatte einerseits denkbar hoch, andererseits ist die Freude über die Rückkehr der New Yorker Helden wirklich groß und die Fans werden ihnen aus der Hand fressen. Was erwartet den gespannten Hörer nun von Souls to Deny? Zuerst unverkennbar SUFFOCATION, doch so ziemlich jede Schaffensperiode der Band wurde berücksichtigt. So gibt es einen höchst anspruchsvollen Bastard aus Aggression, Vertracktheit, Technik und – ganz wichtig: Tollen Songs. Allein der Titeltrack hat einen Refrain, der mitreißt, einen nicht so schnell verlässt und frisch wie Morgentau klingt.

Auch die anderen Songs haben ihre Daseinsberechtigung: Die Fortführung von Jesus Wept, namentlich To Weep Once More ist wild, ungebremst und dann doch wieder schleppend und erdrückend schwer. Surgery of Impalement, fällt in die selbe Kerbe, noch einen Tick intensiver und wahnsinniger. Straighte Passagen finden sich nicht oft auf Souls to Deny, doch in Immortally Condemned wird man fündig. Sucht man schwere Grooves, ist man bei Demise of the Clone genau richtig. Großen Anteil an der Klasse der Tracks hat Sänger Frank Mullen, der abartig und gemein klingt, sogar noch besser als auf Despise the Sun und zeigt, dass gute Death Metal-Sänger nicht kellertief grummeln müssen um extrem zu wirken.

Alles in allem ist Souls to Deny kein halbgares Produkt einer Reunion geworden. Souls to Deny ist vielmehr durch die Leistungen der Musiker und Songwriter das vielleicht stärkste SUFFOCATION-Album bisher geworden, und braucht sich nirgends zu verstecken, im Gegenteil. Das vierte Full-Length-Scheibchen der New Yorker Death Metaller ist ein Lehrstück in Sachen Brutalität, Komplexität, Klangbild und Songwriting, nicht mehr und nicht weniger. Ehrfurchtseinflößend!

Veröffentlichungstermin: 17.05.2004

Spielzeit: 38:16 Min.

Line-Up:
Frank Mullen – Vocals

Terrance Hobbs – Guitar

Guy Marchais – Guitar

Josh Barohn – Bass

Mike Smith – Drums

Produziert von SUFFOCATION
Label: Relapse Records

Homepage: http://www.suffocation.us

Tracklist:
1. Deceit

2. To Weep Once More

3. Souls to Deny

4. Surgery of Impalement

5. Demise of the Clone

6. Subconsciously Enslaved

7. Immortally Condemned

8. Tomes of Acrimony