RED TO GREY: Admissions

RED TO GREY: Admissions

Sieben Jahre Pause zwischen zwei Alben, bei einer Band, die man dann wohl trotz zehnjähriger Existenz immer noch als Newcomer bezeichnen muss, sind definitiv zu viel. Hoffen wir mal trotzdem, dass die Münchener RED TO GREY bei den Fans noch nicht in Vergessenheit geraten sind, man würde nämlich wirklich was verpassen.

Momentan scheint es ja mit Bands wie FUELED BY FIRE, HATCHET oder WARBRINGER ein kleines Schrammelthrash-Revival zu geben, wenn man jedoch wie ich eher auf Bands wie die alten Bay Area-Helden FORBIDDEN oder DEATH ANGEL steht, also Bands mit richtigen Riffs, bei denen der Boxhandschuh von der rechten Klampfenhand entfernt wurde, dann hat man oft das Nachsehen. Solltet ihr wie ich auf leicht technischen Uptempo-Thrash mit messerscharfen Riffs stehen, garniert mit einem Sänger der auch wirklich singen kann, dann sind RED TO GREY wie für euch geschaffen. Das Bandinfo beschreibt die Münchener als irgendwo zwischen NEVERMORE, EXODUS und DEATH ANGEL, nimmt man von ersteren die Harmonien und die melodischere Grundstimmung, von den Mannen um Mr. Holt das furiose Geriffe, dann kommt das schon irgendwie hin. Der Gesang von Andy Pankraz erinnert in einigen Momenten auch durchaus etwas an Mark Osegueda, nichts desto trotz klingen RED TO GREY aber erfreulich eigenständig und „Admissions“ gefällt mir tatsächlich besser als die letzten EXODUS– und DEATH ANGEL-Outputs. Ich wage zu behaupten, dass RED TO GREY mit einem großen Label im Rücken und amerikanisch klingenden Nachnamen mit diesem Album einen ordentlichen Sprung nach vorne machen würden, hoffen wir also, dass potentielle Fans die Qualität von „Admissions“ erkennen und das Ding auch so verhaften! Die Songs sind durchweg erstklassig, die Produktion knallt ordentlich und spielerisch lassen die Jungs aber mal gar nichts anbrennen, also sollten alle Fragen geklärt sein! Ach ja, noch ein kleines Sätzlein zum Schluss: Selbstverständlich befinden sich RED TO GREY auf „internationalem“ Niveau, keine Ahnung warum man das bei deutschen Bands immer betonen muss!

Veröffentlichungstermin: 26.09.2008

Spielzeit: 51:33 Min.

Line-Up:
Andy Pankraz – vocals
Tino Bergamo – guitar
Frank Pané – guitar
Stefan Hendel – bass
Elmar Nüsslein – drums

Produziert von Enrico Neidhardt
Label: Bad Land Records

Homepage: http://www.redtogrey.de

MySpace: http://www.myspace.com/red2grey

Tracklist:
01. Intro
02. Admissions
03. Cast The First Stone
04. Free
05. The Armour Piercing Dread
06. In The Darkest Corner
07. Sweet Suffering
08. The Fall Of God
09. Celebration Of The Cult
10. The Cheated One