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RAGE: Spreading The Plague [EP]

Eine schöne EP von RAGE, zeitlich passend zur Tour mit BRAINSTORM.

Gerade mal ein Jahr und zwei Wochen nach der Veröffentlichung ihres letzten Albums “Resurrection Day” legen RAGE noch mal eine EP nach. Diese kommt somit pünktlich zur Tour mit BRAINSTORM in die Läden und enthält unter anderem drei neue Songs, die noch aus den Aufnahmen zu “Resurrection Day” stammen, damals aber bewusst für später zurückgehalten wurden. Nun also erblicken auch diese Songs das Licht der Öffentlichkeit. Und keines der drei Stücke muss sich hinter dem Songmaterial von “Resurrection Day” verstecken.

Die drei neuen Songs auf “Spreading The Plague” überzeugen allesamt

Los geht es mit “To Live And To Die”, einem richtigen Speed-Kracher, der auch auf meinem Lieblingsalbum “Black In Mind” keine schlechte Figur gemacht hätte. Der Refrain ist dann allerdings wieder melodisch, wie man es von den neueren RAGE gewohnt ist. “Spreading The Plague” ist eine melodische Mid Tempo-Nummer, typisch RAGE mit sehr geilen Gitarrenharmonien. Insgesamt vielleicht etwas unauffällig aber trotzdem ein guter Song. Beim letzten neuen Song, “The King Has Lost His Crown”, geben RAGE dann wieder Vollgas, was der Band übrigens ganz hervorragend zu Gesicht steht. Im Mittelteil nehmen RAGE dann das Tempo raus und hauen einen richtig coolen Instrumentalteil raus.

Resteverwertung sieht anders aus – auch das restliche Songmaterial der EP überzeugt

Nach den drei neuen Songs wird es erstmal ruhiger, in Form einer Akustikversion von “A New Land”, im Original zu finden auf dem letzten Album “Resurrection Day”. Nachdem es auf “Wings Of Rage” ja schon “Higher Than The Sky 2.0” gab, haben RAGE sich hier erneut einen ihrer Klassiker vorgenommen und im aktuellen Line-Up nochmal eingespielt. Und mit “The Price Of War” hat Peavy dieses Mal einen meiner absoluten Lieblingstracks der Band ausgewählt. Die Neueinspielung ist – wie schon bei “Higher Than The Sky” – vor allem soundtechnisch etwas moderner ausgefallen, ohne aber zu weit vom Original abzuweichen. Gefällt mir gut und hier und da kann man das so ruhig mal machen, um auch neueren Fans vielleicht die alten Klassiker im aktuellen Soundgewand zu präsentieren.

Wie viel Sinn macht ein Live-Song von einem Streaming-Konzert?

Den Abschluss bildet mit eine Live-Aufnahme aus der Balver Höhle anlässlich eines Streaming-Konzerts. Der Song ist ja so ‘ne “Love it or hate it”-Nummer, viele finden ihn nervig, wozu die Teilnahme am “Der Schuh des Manitou”-Soundtracks sicherlich einen Teil dazu beigetragen hat. Ich persönlich fand den Song eigentlich schon immer ziemlich cool und mit Sicherheit eines der Highlights auf dem damals eher schwachen “Welcome To The Other Side”-Album. Zwar macht Peavy hier zwischendurch ein paar Ansagen, ob man aber ausgerechnet einen Song von einem Streaming-Konzert ohne Publikum als Live-Song mit auf die EP packen sollte? Da hätte es doch sicher auch eine halbwegs aktuelle Aufnahmen mit Publikum gegeben, oder?

“Spreading The Plague” ist eine klasse Veröffentlichung, die heiß auf die Tour mit BRAINSTORM macht

Davon abgesehen ist “Spreading The Plague” eine runde Sache. Die neuen Songs sind durchweg stark, keiner davon geht als Resteverwertung durch, sondern hätte auch auf dem letzten Album eine gute Figur gemacht. Bei den restlichen Stücken ist auch kein Stinker dabei, so dass man sich diese EP als Fan der Band ohne Zweifel ins Regal stellen kann. Viel wichtiger ist es aber natürlich, raus zu gehen und die Band auf der Tour mit BRAINSTORM zu supporten und abzufeiern!

Veröffentlichungsdatum: 30.09.2022

Spielzeit: 26:47

Line Up:
Peavy Wagner – vocals, bass
Jean Borman – guitars
Stefan Weber – guitars
Vassilios Maniatopoulos – drums

Produziert von: RAGE
Label: SPV/Steamhammer

Homepage: http://www.rage-official.com
Facebook: https://www.facebook.com/RageOfficialBand
Bandcamp: https://rageofficial.bandcamp.com

RAGE “Spreading The Plague” Tracklist

01. To Live And To Die – 4:07 (Video bei YouTube)
02. Spreading The Plague – 4:27
03. The King Has Lost His Crown – 4:29
04. A New Land (acoustic version) – 3:29
05. The Price Of War 2.0 – 4:07
06. Straight To Hell (live from the Cave) – 5:08