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MEGADETH Capitol Punishment…The Megadeth Years

MEGADETH Capitol Punishment…The Megadeth Years

15 Jahre MEGADETH – 15 Jahre Capitol Records – 8 vollständige Scheiben, davon alle in Amerika mit Gold oder Platin ausgezeichnet – etliche ausverkaufte Tourneen – eine der ersten Metalbands welche in Amerika die Charts von oben anführte.

Logisch also, daß es mal eine Greatest Hits Compilation geben musste. Blicken wir zurück: Vor ziemlich genau einem Jahr veröffentlichte die Band ihr Album „Risk“. Dieses wurde von den Fans nicht gerade besonders gut aufgenommen und verkaufte sich speziell in Europa relativ schlecht. Man spielte in unseren Breitengraden auch nur ein paar Supportgigs mit Iron Maiden. In Amerika allerdings tourte man zweimal flächendeckend durchs Land. Einmal als Headliner und das andermal mit MÖTLEY CRUE. Auch in Japan spielte man wieder in vollen Clubs. Während dieser Tourneen hatte man einige Wochen Pause welche man zu einem spontanen Studiobesuch nutzte. Die Band hatte etliche Ideen und man spielte innerhalb kürzester Zeit ein neues Album ein, welches man auch im Sommer (also nur 10 Monate nach der „Risk“!) veröffentlichen wollte. Woher ich das weiss? Schaut öfters mal auf der offiziellen Homepage nach. Dort gibt es in regelmäßigen Abständen, unter der Rubrik „Dave speaks“, Einträge von Mustaine. Wenn die deutsche Metalpresse lieber auf irgendwelche Züge aufspringt, kann man sich ja gottseidank übers Netz auf dem Laufenden halten. Sorry, aber das musste jetzt sein. Dort gab Megadave auch an, daß die neuen Songs eine Mischung aus „Rust In Peace“ und „Countdown To Extinction“ sind. Also wieder um einiges härter und schneller und nicht mehr so atmosphärisch als bei der letzen Veröffentlichung. Tja, allerdings hat die Band die Rechnung ohne ihre Plattenfirma gemacht. Diese gaben bekannt, daß sie den auslaufenden Vertrag nicht verlängern wollen und stattdessen lieber eine Best-of Scheibe zum Abschluss der Zusammenarbeit veröffentlichen möchte. Die Band wollte zuerst nicht zustimmen, hatte dann aber Bedenken, daß Capitol Records die neue Scheibe nicht richtig promoten und stimmten dann zähneknirschend zu. Allerdings wollte man zwei der neuen Songs auf der Scheibe haben. Puuh, ne lange Einleitung für eine Best-Of CD. Gleich komme ich zum Wesentlichen. Versprochen.

Bei den Sommergigs mit CRUE spielte man bereits zwei neue Songs, welche ich natürlich sofort runtergeladen habe. Diese wäre zum einem „Return To Hangar“, ein Song welcher sich textlich an „Hangar 18“ anlehnt und wirklich der schnellste Song seit langem ist, sowie „Kill The King“ welcher auch auf „Capitol Punishment“ vertreten ist. So und jetzt geht’s los:

Bei diesem Song fällt auf, daß Dave Mustaine um einiges reifer und besser singt, als auf den ersten Scheiben der Band. Er hat als Sänger einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Die Gitarren klingen so wie sie bei Megadeth zu klingen haben. Schnell, sehr verspielt, mit Liebe zum Detail und schnörkellos nach vorne, ohne Spielereien mit Effekte oder Samples wie zeitweise bei einigen Songs von „Risk“. „Kill The King“ ist wieder ein reiner, ein frischer MEGADETH Track, welcher zwar kein Klassiker ist, aber Fans welche von den „Risk“ Sachen enttäuscht sind, zurückgewinnen wird.

Song Nummer 2 ist das Sahnehäubchen. Ein Song welcher seit einigen Tagen nicht mehr aus meinem Ohr verschwindet. Ein Song welchen ich sogar in der Wohnung per Discman ständig hörte und deshalb schon für geisteskrank erklärt wurde. „Dread And The Fugitive Mind“ so der komische Titel. Der Beginn erinnert an „Sweating Bullets“, bei Daves Vocals denkt man wirklich er sei der Revoluzzer für den er sich gerne hält. Der Refrain wiederum ist sehr melodisch, genau so wie man ihm von den letzten Veröffentlichungen kennt („She wolf“, „Breadline“). Dann läutet ein Trommelwirbel den verspielten Instrumentalteil des Songs ein. Solis, Riffs, Breaks- einfach nur geil. Technisch auf allerhöchstem Niveau. Es scheint als hätten sich Mustaine und der neue Gitarrist Pitrelli gesucht und gefunden. Die Gitarren klingen wieder so aggressiv wie seit der „Rust In Peace“ nicht mehr und scheinbar hat die Band ihren „Selbstfindungsprozess“ abgeschlossen. Ein weiterer echter Klassiker der Band. Hoffen wir, daß dieser Song repräsentativ für das kommende Studioalbum ist. Apropos kommende Studioalbum: Im November möchte man wieder ins Studio um noch zwei Songs einzuspielen. Die neue Scheibe soll dann im Frühjahr veröffentlicht werden. Also kurz vor den europäischen Festivals…

Was soll ich zu den anderen Songs schreiben? „Holy wars…“, „In my darkest hour“, „Symphony of destruction“ und, und, und. Jeder Buchstabe, welche ich zu diesen Liedern schreibe ist überflüssig. Naja, ich gebe es ja zu, daß diese Review von einem Fan kommt, welcher seit Jahren ständig MEGADETH hört. Nur schade, daß man seinen Fans nicht mehr geboten hat. Eine Doppelscheibe mit Livestücken, oder Teile von den genialen Unpluggedsessions wäre eine tolle Sache gewesen.

So und jetzt habe ich Hunger! Hunger nach mehr und zähle die Tage bis zum Frühjahr, wenn meine Lieblingsband wieder zuschlägt.

Line-Up:
Killing Is My Business… (Mustaine, Ellefson, Poland, Samuelson)

Peace Sells… ( Mustaine, Ellefson, Poland, Samuelson)

So Far…So Good…So What (Mustaine, Ellefson, Young, Behler)

Rust In Peace (Mustaine, Ellefson, Friedman, Menza)

Countdown To Extinction (Mustaine, Ellefson, Friedman, Menza)

Youthanasia (Mustaine, Ellefson, Friedman, Menza)

Hidden Treasures EP (Mustaine, Ellefson, Friedman, Menza)

Cryptic Writings (Mustaine, Ellefson, Friedman, Menza)

Risk (Mustaine, Ellefson, Friedman, De Grasso)

Capitol Punishment (Mustaine, Ellefson, Pitrelli, De Grasso)

Homapage: http://www.megadeth.com

Tracklist:
1. Kill The King

2. Dread & The Fugitive Mind

3. Crush `Em

4. Use The Man

5. Almost Honest

6. Trust

7. A Tout Le Monde

8. Train Of Consequences

9. Sweating Bullets

10. Symphony Of Destruction

11. Hangar 18

12. Holy Wars…The Punishment Due

13. In My Darkest Hour

14. Peace Sells