DESASTER: The Arts Of Destruction

DESASTER sind nach fünf Jahren mit einem neuen Album am Start und machen wie gewohnt weiter –  mit einer erstklassigen Black Thrash Salve.

Fünf Jahre nach dem letzten DESASTER-Album Satan´s Soldiers Syndicate haben die Koblenzer endlich den Nachfolger am Start. Hat ja auch lange genug gedauert. Was auch immer DESASTER in der Zeit gemacht haben, stilistische Neuerungen gehören nicht dazu – wäre ja auch gelacht, das will doch keiner hören. Also machen DESASTER auch auf The Arts Of Destruction das, was sie am besten können. Nämlich eine Black Thrash-Salve nach der anderen abfeuern. Nach dem Intro legen DESASTER mit dem Titeltrack direkt zügig los. Infernals schrilles Riffing wird von Tormentors böllernden Drums nach vorne gepeitscht. Sataniacs irres Gelächter geht über in sein ungezügeltes, abartiges Gekeife.

Splendour Of The Idols enthält die eine oder andere SLAYER-Refferenz. Das einleitende Riff der über achtminütigen Hymne Possessed And Defiled erinnert mich wiederum an jenes des Band-Klassiker Teutonic Steel, auch wenn der Song letztendlich in eine völlig andere Richtung geht. Fans von Old School-Geballer werden von DESASTER wie gewohnt erstklassig bedient, wer seinen Metal gerne mit ein bißchen Fortschriftt mag, der ist hier weiterhin falsch.  Aber trotz der Tatsache, dass DESASTER ihren Sound seit jeher höchstens minimal variieren, gelingt es der Band weiterhin starke Songs zu schreiben, bei denen – im Gegensatz zu manchem Genre-Kollegen – nicht jeder gleich klingt. DESASTER beherrschen die Künste der Zerstörung eben.

Als Gast ist dieses Mal Marc Grewe von MORGOTH am Start, welcher Beyond Your Grace mit seinem Gesang veredelt und sich quasi ein Duett mit Sataniac liefert. Ein würdiger Abschluss eines gewohnt starken Albums der Koblenzer Black Thrash-Institution. Die Vinyl-Ausgabe des Albums erscheint über High Roller Records. In welchem Format auch immer, Genre-Fans sollten sich The Arts Of Destruction auf jeden Fall zulegen. Bang or be banged!

Nachtrag April 2013: In einer früheren Version dieses Reviews habe ich geschrieben, dass DESASTER auf The Arts Of Destructin keine Gastauftritte hätten. Das war falsch und wurde nachträglich korrigiert.

Veröffentlichungstermin: 24.02.2012

Spielzeit: 44:22 Min.

Line-Up:
Sataniac – vocals
Infernal – guitar
Odin – bass
Tormentor – drums

Label: Metalblade Records

Homepage: http://www.total-desaster.com
Mehr im Netz: http://www.facebook.com/666Desaster666

Tracklist:
01. Intro
02. The Arts Of Destruction
03. Lacerate With Hands Of Doom
04. Splendour Of The Idols
05. Phantom Funeral
06. Queens Of Sodomy
07. At Hell’s Horizon
08. Troops Of Heathens – Graves Of Saints
09. Possessed And Defiled
10. Beyond Your Grace
11. Outro