BRUNOROCK: War Maniacs

BRUNOROCK: War Maniacs

Der Name BRUNOROCK tauchte bereits Anfang der 90er zum ersten Mal auf der Hard Rock-Landkarte auf, denn damals erschien das selbstbetitelte Debütalbum, dessen Lyrics allerdings noch in italienischer Sprache gehalten waren. Das hat sich aber inzwischen geändert, wie auch der Titel des vorliegenden Longplayers War Maniacs verrät. Seit Beginn des neuen Jahrtausends verfasst und singt der Südtiroler Bruno Kraler, die dominante Person hinter diesem Bandprojekt, inzwischen englische Texte. Die Musik blieb aber über ca. eineinhalb Dekaden hinweg die gleiche; BRUNOROCK stehen für melodischen 80er Jahre-AOR mit Querverweisen zu alten BON JOVI, zu BONFIRE, EUROPE, ASIA, MR. MISTER und MARILLION.

Mit dem toughen Opener Breakthrough beginnt auch sogleich die Zeitreise in die glorreiche und ruhmreiche Zeit des AOR. Irgendwie erinnert mich dieser Song an eine ganz bekannte (AOR-)Nummer, mir will aber partout nicht einfallen, an welche… Egal, es wird gerockt! Lobenswert ist, dass es das aber dann noch nicht war mit offensiven, knackigen Rocksongs, so wie es in manch anderen AOR-Fällen schon zu sehen bzw. zu hören war. Auf War Maniacs wird weiter gerockt. Die bereits an das Livealbum Live On Fire angehängten Studioboni Julia und Time to run (da gefiel mir der Mix allerdings etwas besser) sind solche Beispiele ebenso wie der EUROPE-Querverweis Liar oder das flotte Temptations. Außerdem rockt das AC/DC-Cover Touch too much, stark an das Original angelehnt und dementsprechend straight. Das ist im übrigen die erste Rock-Coverversion der Highway To Hell-Singleauskoppelung, die ich bis dato gehört habe. Bisher war mir lediglich die Hillbilly-Version von HAYSEED DIXIE bekannt. Das aber nur nebenbei. BRUNOROCK verweilen aber mit War Maniacs logischerweise nicht nur auf der AOR-Überholspur, sondern lassen es auch das ein oder andere Mal entspannter angehen. So sorgen z.B. das mit U2 und SIMPLY RED-Anleihen versehene In search of faith sowie das an VAN HALENs 1984 erinnernde Instrumental Forever free für sphärische Klänge, das mit Akustikklängen versehene Last ride für relaxte Stimmung, der Titeltrack für düstere, nachdenkliche Momente und die Abschlussballade Painless skies für einen sanften Rausschmiss.

Und wie das so üblich ist, ist es danach wie immer Zeit für ein Resümee. Im Falle BRUNOROCK ist das aber gar nicht so einfach, denn einerseits ist War Maniacs zwar ein Album geworden, das keinen einzigen Ausfall zu verzeichnen hat, andererseits ist allerdings auch kein wirkliches Highlight auszumachen. Als einziges, kleines Manko fällt mir das etwas zu sehr in den Vordergrund gemischte Schlagzeug auf, das insbesondere den ruhigen Passagen ein bisschen die Atmosphäre raubt. Da aber ansonsten die Produktion sehr klar ausgefallen ist und die Songs allesamt ein gutes qualitatives Niveau aufweisen, zeigt der Daumen für alles in allem schräg nach oben.

Veröffentlichungstermin: 09.09.2009

Spielzeit: 46:21 Min.

Line-Up:
Gesang, Gitarre: Bruno Kraler
Gitarre: Bobby Altvater
Bass: John Billings
Schlagzeug: Dominik Hülshorst
Keyboard: Alessandro del Vecchio

Gastmusiker:
Gitarre: Lino
Alessandra Funaro

Produziert von Bruno Kraler
Label: 7Hard

Homepage: http://www.brunorock.com

MySpace: http.//www.myspace.com/brunorock

Tracklist:
1.Breakthrough
2.Liar
3.Julia
4.Last ride
5.In search of faith
6.Forever free
7.Time to run
8.War maniacs
9.Touch too much
10.Temptations
11.Painless skies