AS I LAY DYING: An Ocean Between Us

AS I LAY DYING: An Ocean Between Us

Sie sind eine der Bands, die in den letzten Jahren wohl mit den meisten Einfluss auf die moderne Metalszene hatte: zusammen mit KILLSWITCH ENGAGE prägten AS I LAY DYING den sogenannten Metalcore, indem sie Riffs der schwedischen Prägung (AT THE GATES, IN FLAMES) mit fetten, groovigen Breakdowns und melodischen Refrains kombinierten. Unzählige Truppen lieferten Platten ab, die alle mehr oder minder wie AS I LAY DYING klangen. Mit den beiden Alben Frail Words Collapse sowie Shadows Are Security haben sie sich also schon einen sicheren Platz im Metal-Olymp erspielt, aber schaffen es die Herren auch auf ihrem neuen Album spannend zu bleiben – oder noch wichtiger: wie schaffen sie das?

Nun, An Ocean Between Us ist kein Stück Musik, wie zum Beispiel das Debüt Frail Words Collapse, bei dem man sofort nickt wie ein Weltmeister, es besitzt auch nicht die ultra-catchy Melodien von Shadows Are Security, aber dennoch ist es ein hochinteressantes Album! AS I LAY DYING konzentrieren sich was ihre Riffs angeht mehr darauf, thrashiger zu agieren, was zwar gut gemeint ist, aber teilweise zu sehr in Frickelorgien endet. Ein Mörderriff wie in The Darkest Nights oder Through Struggle vom Vorgänger findet sich leider nicht. Eine weitere Neuerung sind die noch intensiver verwendeten Cleangesänge, die durch den neuen Bassisten und Sänger Josh Gilbert deutlich dreckiger und dadurch interessanter kommen.

Das Gespann das der Band während der Entstehung der Scheibe unter die Arme gegriffen hat, kann sich durchaus sehen lassen. So produzierte KILLSWITCH ENGAGE-Gitarrist Adam Dutkiewcz die Platte, während Maestro Colin Richardson (MACHINE HEAD, BULLET FOR MY VALENTINE, FUNERAL FOR A FRIEND, FEAR FACTORY) den Mix von An Ocean Between Us übernahm.

Wäre An Ocean Between Us ein Debütalbum, würde ich es zur Topriege jener rechnen. Nachdem es aber ein mit extremem Aufwand produziertes Großprojekt ist, und man von AS I LAY DYING eine weitere erderschütternde Großtat erwartete, ist man nach mehrmaligem Hören etwas enttäuscht.

Veröffentlichungstermin: 24.08.2007

Spielzeit: 43:20 Min.

Line-Up:
Tim Lambesis – Gesang
Phil Sgrosso – Gitarre
Nick Hipa – Gitarre
Jordan Mancino – Schlagzeug
Josh Gilbert – Bass, Gesang

Produziert von Adam Dutkiewicz
Label: Metal Blade Records

Homepage: http://www.asilaydying.com/

Tracklist:
01. Separation
02. Nothing Left
03. An Ocean Between Us
04. Within Destruction
05. Forsaken
06. Comfort Betrays
07. I Never Wanted
08. Bury Us All
09. The Sound Of Truth
10. Departed
11. Wrath Upon Ourselves
12. This Is Who We Are