blank

Arlette Huguenin Dumittan

4830 Beiträge
Arlette ist seit 1999 bei vampster und unsere Schweizer Fachfrau für schwarze Musik und vegane Backrezepte. Lieblingsbands: DARKTHRONE, NECROPHOBIC, ASPHYX. Genres: Black Metal, Death Metal, Dark Metal/Rock.

DARK TRIBE: Archaic Visions [ausgemustert]

Seit 1997 widmen sich DARK TRIBE aus Sachsen-Anhalt dem rohen Black Metal. Die dritte Full-Length-Scheibe bietet seelenlosen Schwarzmetall, der einen gewissen DARKTHRONE-zu-"Goatlord"-Zeiten-Vibe aufweist, aber anders als die erwähnte norwegische Kost sterbenslangweilig ist. Die dumpfe Produktion lässt sich auch nicht mit verzweifelten Varg-Schreien oder Simpelst-Gitarrenlines auflockern, und das Songwriting langweilt über die gesamte Spielzeit. Black Metal zum Vergessen.

 

 

ZERSTÖRER: Panzerfaust Justice [ausgemustert]

Trotz einem Titel wie "Goatworship Kommando" handelt es sich bei ZERSTÖRER leider nicht um eine IMPALED NAZARENE-Coverband. Stattdessen gibts unterdurchschnittlich produziertes Death / Black Metal-Geprügel mit Schlagseite in Richtung BLACK WITCHERY oder REVENGE und leicht DARKTHRONE-inspiriertem Drumming. Artwork und Titel lassen kein Klischee aus, dafür schlampen die Detmolder bei Songwriting-Ideen oder den heiser-ideenfreien Vocals von Frontmann Nekroschwanz. Lustiges Pseudonym, komplett verzichtbare Scheibe.

DRAUMAR: Ein Wintermärchen [ausgemustert]

2009 gegründet widmen sich die Bayern DRAUMAR dem Ambient Black Metal. Mysteriös-informationsarmes Booklet, musikalischer Minimalismus. In den Keyboardparts kommen Erinnerungen an Uralt-WELTENBRAND auf, doch sind DRAUMAR selbst in den Verzerrt-Gitarren-Parts zum Einschlafen. Stellenweise wirds kurz besser, denn dann fühlt man sich an WOLVES IN THE THRONE ROOM mit zusätzlichem Piano oder SUMMONING erinnert. Leider wars das an Höhepunkten, die Lethargie lähmt einen so sehr, dass man die Geldbörse zum Erwerb dieses Winterschlafmittels gar nicht mehr zücken kann.

DISGOD: Sanguine Scales [ausgemustert]

Das träumerische Cover der Band DISGOD aus Belarus lässt an Pagan Folk Metal denken, doch der SLAYER-Font für die Trackliste stellt klar, dass hier Thrash Metal auf dem Programm steht. DISGOD servieren Thrash Metal mit aggressiven Death Metal-Scream-Vocals, der an eine weniger technische Variante von STENTOR erinnert. Trotz ordentlichem Handwerk und massig Gitarrensoli schaffen es DISGOD jedoch nicht über die Durchschnittsgrenze hinaus. Es fehlt an Akzenten und die knappe halbe Stunde Mucke ist rasch wieder vergessen. Schade.

KARG: Von den Winden der Sehnsucht II…und doch hab` ich noch deinen Herzschlag noch in Ohren…[ausgemustert]

JIMI HENDRIX im Innencover, eine Heroinnadel im Booklet - KARG verspricht, interessant zu sein. Leider bleibt dies ein leeres Versprechen. Über 77 Minuten quält das österreichische Einmann-Black Metal Projekt mit repetitiver 08/15-mal Ambient-mal Scherbelmucke in BURZUM-Kopistenmanier. Die angebrachten CELTIC FROST-"uh"-s sind hierbei mehr nervig als atmosphärisch ansprechend. Schwarzmetall-Durchschnittskost, die rasch wieder vergessen ist.

DIE TOTEN KEHREN WIEDER MIT DEM WIND: Ich träume von Finsternis [ausgemustert]

Cooler Bandname, interessantes Intro - so weit, so gut. Dann folgt eine sackschwache Produktion, ein eklatant offensichtliches BURZUM-Riff-Ripoff jagt das andere. Der Gesang ist verzweifelt-monoton, die Gitarre so dünn, dass sie jedes Duell gegen den Nachtgesang einer einzigen Mücke verlieren würde. Die Songs sind allesamt irrelevant und angesichts der heutzutage erhältlichen Homestudio-Möglichkeiten hat man es bei DIE TOTEN KEHREN WIEDER MIT DEM WIND wohl mit gewolltem Dilettantismus zu tun. Ab in die Ausmusterungstonne.