Na, jetzt stellt euch vor, ihr geht am Fuße des Jenzig spazieren, jenes Berges bei Jena, und da steht ein halbnackter Irrer mit Geweih, neben ihm ein Typ mit spitzem Hut und einer mit Kapuze überm Kopf, und sagt: "Gestatten, 'Der Verkünder Des Triumphalen Tempels Des Über Allem Thronenden Namenlosen Geists'! Meine Freunde 'Splitter', 'Hagelrufer' und ich führen hier gerade eine BESCHWOERUNG durch. Möchten Sie teilnehmen?"
Ob Rave, Country-Festival oder Ü30-Party: THE BUTCHER SISTERS liefern mit „Das Schwarze Album“ den Soundtrack für jeden Anlass. Und klingen dabei so vielseitig wie selten zuvor. Wo der Genre-Mix knallt – und wo sich das Album selbst im Weg steht.
Auf der Suche nach dem Zuhause: KAUANs zehntes Album „Wayhome“ zerschmilzt vor Schönheit, ohne in zu viel Sentimentalität abzudriften. Das Einzige, das hier zum Glück fehlt, ist das Drama.
So far, so good... So long ;-) MEGADETH verabschieden sich mit einem selbstbetitelten Album, welches (fast) alles enthält, was man an der Band schätzt. Ein würdiger Abschied und das stärkste Album seit langer Zeit!
UNPROCESSED bleiben sich treu: "Angel" kann beizeiten gefühlvoll und dann wieder unnachgiebig sein. Kleinere Makel gleicht letztlich das clevere Songwriting aus.
Die Welt geht weiter den Bach runter - KREATOR liefern den passenden Soundtrack dazu. “Krushers Of The World” ist in seiner Gesamtheit ein mehr als respektables Spätwerk und wird vor allem die neueren KREATOR-Fans vollauf zufriedenstellen.
IGORRR bleiben zwar kreativ, orientieren sich aber stark an ihrer Erfolgsformel. "Amen" bleibt somit gutklassig, obschon es Faszination vermissen lässt.
"The Regeneration Itinerary" balanciert Entdeckungslust mit traditionellen Tugenden: ...AND OCEANS wagen innerhalhb ihrer klassischen Melodic Black Metal-Kompositionen auch Experimente.
WRATH OF LOGARIUS erfinden das Rad nicht neu, zeigen sich aber offen für andere Einflüsse: Arm an Schauwerten ist "Crown Of Mortis" für ein Black-Metal-Werk somit keineswegs.
Der beste Vorsatz für 2026: Altern wie GLUECIFER. Also einfach jung bleiben. 22 Jahre nach ihrem letzten Album „Automatic Thrill“ sind die Norweger wieder da. Und sie sind genauso lebendig wie 1999, als sie beim Dynamo Open Air vor einer erlesenen Schar Schweinerock-Connaisseure spielten, die METALLICA auf der Hauptbühne ignorierten und dafür mit einem energiegeladenen Auftritt und allen nur denkbaren Rockstar-Posen belohnt wurden.
Auch mit ihrem siebten Album "Katharsis" gelingt FEAR OF DOMINATION nicht der ganz große Wurf: zwar erweist sich der Industrial Metal als eingängig, aber nicht nachhaltig.