SYMPHORCE: Become Death

SYMPHORCE: Become Death

Album Nummer sechs aus dem Hause SYMPHORCE steht an. Eins vorweg: Ihr werdet in dieser Review das Wort BRAINSTORM nur einmal lesen, denn wer Jahr für Jahr hochwertige Alben veröffentlicht, muss sich nicht ständig mit der anderen Band des Sängers vergleichen. Das nervt.

Become Death ist das bisher düsterste, vielschichtigste, abwechslungsreichste, überraschendste und auch beste Album der Band. Zu dick aufgetragen? Nach mehrmaligen, eigentlich ständigen Hörgenuss in den letzten Tagen hat sich meine Meinung nur noch manifestiert. Zehn erstklassige Metalsongs, die die komplette Bandbreite unseres geliebten Musikstils abdecken. Es gibt allerhand auf dieser Scheibe zu entdecken. Der Opener When Darkness Fills The Sky wird schon für einen offenen Mund sorgen. Ist das wirklich SYMPHORCE? Der bisher härteste, sogar schon in den Death-Metal-Bereich abdriftende Song überrascht in dieser Deutlichkeit doch sehr und man merkt förmlich, mit welcher Wut im Bauch die Jungs am Werke sind. Kein Wunder, wenn man trotz hervorrgender Alben nie den Erfolg und die Aufmerksamkeit bekommt, die einem eigentlich zusteht. Erst beim melodiösen Refrain schließt man wieder den Mund und erkennt die bekannte Stimme.

Es gibt Gothic-Einflüsse zu hören (Bei Inside The Cast lassen HIM grüssen), Elektro-Spielereien, die schon auf dem Vorgängeralbum zu finden waren, Nackenbrecher in bester NEVERMORE-Manier und eine mal wieder erstklassige Gitarrenarbeit mit unzähligen hochwertigen Riffs. So macht Metal-Hören auch nach zwanzig Jahren noch Spaß. Es ist aber keine leichte Kost, die der Hörer vorgesetzt bekommt.

Ein Wort noch zu Andy B. Franck. Es hat sich doch eine gewisse Sättigung eingestellt, da er in den letzten sechs Jahren schon sehr präsent war und meiner Meinung nach sich in einer Sackgasse befand. Man wußte genau, was man bekommt. Mit Become Death hat er sich aus dieser Sackgasse befreit und liefert seine bisher beste Gesangesleistung ab, die weniger auf Mitsingrefrains, sondern vielmehr auf Vielfalt aufgebaut wird. Respekt, die längere Pause hat ihn definitiv gut getan!

Die Limited Edition gibt es mit einem 45-minütigen Gig als Bonus-DVD. Wer nicht zuschlägt, ist selbst schuld.

Veröffentlichungstermin: 23.02.2007

Spielzeit: 52:08 Min.

Line-Up:
Andy B. Franck – vocals
Cede Dupont – guitars
Markus Pohl – guitars
Dennis Wohlbold – bass
Steffen Theurer – drums

Label: Metal Blade

Homepage: http://www.symphorce.net

Tracklist:
1. Darkness Fills The Sky
2. Condemned
3. In the Hopes of a Dream
4. Death Has come
5. Inside the cast
6. No final words to say
7. Towards the light
8. Ancient prophecies
9. Lost but found
10. Lies