RUNEMAGICK: Requiem Of The Apocalypse

RUNEMAGICK waren bislang mit immer Garant für schnörkellosen, gnadenlos altmodischen und gnadenlos guten Death Metal. Kein Wunder, dass mich das neue Album „Requiem Of The Apocalypse“ zunächst erstaunte.

RUNEMAGICK waren bislang mit immer Garant für schnörkellosen, gnadenlos altmodischen und gnadenlos guten Death Metal. Kein Wunder, dass mich das neue Album „Requiem Of The Apocalypse“ zunächst erstaunte. Altmodisch sind RUNEMAGICK noch immer, doch mit dem vierten Album hat die Band einen riesigen Schritt im Songwriting gemacht. Wo früher liebenswert-monoton rumgerifft wurde, bestimmt heute Abwechslung und Dynamik die Songs.

Im Grunde baut Mastermind Rudolfsson noch immer auf ein ausgesprochen solides und mächtiges Death Metal Fundament, doch neuerdings erstrecken sich die Songkonstrukte in erstaunliche Höhen. Hier ein bisschen Doom Metal, da ein paar Keyboards, ein paar Hammondorgel-ähnliche Sounds bei „Beyond Life“ und sehr viel – manchmal vielleicht auch einfach zu viel – Griffbrettgeorgel. Das ein oder andere Solo ist schlichtweg überflüssig, da es die ohnehin komplexen Songs auseinanderreißt. Das soll aber auch schon der einzige Kritikpunkt sein, denn „Requiem Of The Apocalypse“ verbindet klassischen skandinavischen Death Metal, wie man ihn von Bands wie GRAVE, ENTOMBED oder UNLEASHED kennt, mit einer ganz eigenen, düsteren Atmosphäre. Doom-Death wie die alten MY DYING BRIDE oder PARADISE LOST einst zelebrierten, spielt heute fast kein Mensch mehr – außer eben RUNEMAGICK.

„Requiem Of The Apocalypse“ ist alles andere als ein leicht zugängliches Album, doch wer Lust auf eine spannende, wenn auch unwegsame Reise durch ein Jahrzehnt Death Metal Geschichte hat und auf sinnlose Knüppelorgien verzichten kann, sollte hier ein Ohr riskieren.

Einen ganz dicken Pluspunkt gibt es übrigens für den großen und hervorragend gemachten Multimediateil auf der CD, neben Standards wie Bandpics und –bio finden sich dort auch einige mp3-Leckerlis, Wallpapers, Bildschirmschoner und WinampSkins.

Tracklist:

Preludium

Temple Of Skin

Beyond Life

On Chariots To Hades

Dawn Of The Lava Aeon

One Road To megiddo

Bells Of Death

Funeral caravan

Fields Of No Life

Memorandum Melancholia

The Secret Alliance

Requiem Of The Apocalypse

Landscape Of Souls

Besetzung:

Nichlas Rudolfsson – Gitarre, Vocals

Emma Karlsson – Bass

Fredrik Johnsson – Gitarre

Daniel Moilanen – Schlagzeug

Label: System Shock/SPV

Hompage: http://www.runemagickonline.com