LAHMIA: Resilience

LAHMIA: Resilience

Kollege Schaffi hat es vor über zehn Jahren schon vorweg genommen: LAHMIA werden es trotz Qualität schwer haben, den großen internationalen Durchbruch zu schaffen. Zwar haben die Italiener nach dem damaligen “Forget Every Sunrise“-Demo ihr Debütalbum “Into the Abyss” (2012) bei einem Label untergebracht und auch für das aktuelle Album, “Resilience”, konnte sich Scarlet Records erwärmen. Doch die große Melodic Death Metal-Nummer werden LAHMIA dennoch nicht werden. Dabei hätten die Songs den fürs Genre typischen Esprit.

Auf “Resilience” gibt es durchaus gute Songs

Jeder der acht Tracks hat sein treibendes und melodisches Wesen – und man vermeint, mehr als nur Hand und Fuß in den Kompositionen zu erkennen. So bietet der gut gewählte Opener “Elegy of a Dying Sun” genug Laut-Leise-Dynamik und mit dem überlangen “The Age of Treason” haben LAHMIA ein über elf Minuten langes Epos ins Album eingeflochten. Hinzu kommen tadellose Leistungen an den Instrumenten und am Mikro.

LAHMIA finden keine markant eigene Note

Wo liegt also das Problem, dem sich LAHMIA konfrontiert sehen? Es ist eine eigene oder vielmehr eine markante Note, die den Italienern fehlt. Und gerade in den packenderen Passagen fühlt man sich zu sehr an (ehemalige) Größen des Genres wie DARK TRANQUILLITY erinnert, anstatt vor LAHMIA per se den Hut zu ziehen. Bei müderen Songs wie “The Frayed Lines of Time” schiebt man den Misskredit aber dann doch wieder den Italienern zu. Irgendwie unfair… aber so ist es nun einmal.

Veröffentlichungstermin: 18.01.2019

Spielzeit: 49:00 Min.

Line-Up:
Francesco Amerise – Gesang
Flavio Gianello – Gitarre
Mathias Habib – Gitarre
Corrado Ciaccia – Bass
Andrea Torre – Schlagzeug

Produziert von Giuseppe Orlando (THE FORESHADOWING, Ex-NOVEMBRE) @ OuterSound Studio, Rom

Label: Scarlet Records

Homepage: http://www.lahmia.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/lahmiaofficial

LAHMIA “Resilience” Tracklist:

1. Elegy of a Dying Sun
2. Her Frantic Call (Lyric-Video bei YouTube)
3. Divide et Impera
4. The Frayed Lines of Time
5. Void of Humiliation
6. The Age of Treason
7. Limitless
8. Existential Vastness

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.