RUNNING WILD: The Rivalry

RUNNING WILD: The Rivalry

Puh, das war eine lange Durststrecke für mich, der mit dem 1984er Debüt Gates to Purgatory in RUNNING WILD seine allerliebste nationale Lieblingsband entdeckte. War 1997 noch ein RUNNING WILD-loses Jahr (selbst 1996 war seit dem Frühjahr nichts mehr zu hören/sehen gewesen), starten Rock´n Rolf und seine Mitstreiter Thilo Hermann (git), Thomas Smuszynski (bs) und Drummer Jörg Michael (also exakt die gleichen Mitmusiker, die auch auf den letzten beiden Album – Masquerade – 1995 und Black Hand Inn – 1994 zu hören waren. Unglaublich, drei aufeinanderfolgende RUNNING WILD-Alben ohne Musikerwechsel) gleich zu Beginn des neuen Jahres voll durch.

Die Frage, die ich mir im Vorfeld stellte war: „Hat sich der Sound der Band verändert?. Die Antwort ist erwartungsgemäss ein kräftiges und lautes Nein!. Auf dem nunmehr zehnten Studioalbum – dem ersten für das neue Label G.U.N. Records) geht die Band stur, glaubwürdig, konsequent und mit einer gewissen Scheuklappen-Mentalität ausgestattet weiter ihren (erfolgreichen) Weg. Klar, gewisse Songstrukturen hat man bereits auf anderen RUNNING WILD -Scheiben gehört – ich nenne das aber nicht Selbstplagiat, sondern eigenen Stil.

Diese Scheibe ist in jeder Hinsicht erstklassig. Egal ob Produktion, die richtige Gewichtung von Härte, Melodie und Eingängigkeit, das textliche Konzept oder natürlich die Songs. Songs, die für RUNNING WILD-Verhältnisse ungewöhnlich lang geworden sind (weshalb dieses Album auch das längste der RUNNING WILD-Historie geworden ist), aber nichtsdestotrotz alle relevanten Merkmale der Band beinhalten.

Mal hymnenhaft, mal groovig, mal hart und schnell, mal mit experimentellen Parts angereichert, aber immer typisch RUNNING WILD. Mir laufen immer noch Tränen der Freude über´s Gesicht – so geil ist diese Scheibe, so erleichtert bin ich über die konsequente Haltung Rock´n´ Rolf´s, der nicht nur alle Texte, sondern bis auf eine Ausnahme auch die komplette Musik der Scheibe schrieb. Höhepunkte zu nennen fällt schwer – jede einzeIne Song ist einer. Meine momentan Favoriten sind aber Resurrection, Firebreather, Agent Of Black und Fire & Thunder“ – diese stehen aber nur stellvertretend für alle anderen Stücke. Ein weiteres Geheimnis um Rolf wird hier übrigens auch gelüftet. Er ist – und ich bin sicher, jeder wollte das schon immer wissen – Rechtsträger. Betrachter der Booklet-Fotos wissen, was ich meine. Willkommen zurück an Bord, Herr Kapitän…

Veröffentlichungstermin: 09.02.1998

Spielzeit: 68:57 Min.

Line-Up:
Rolf Kasparek (voc/git)

Thilo Hermann (git)

Thornas Smuszynski (bs)

Jörg Michael (drums)

Produziert von Rolf Kasparek
Label: G.U.N. Records

Homepage: http://www.running-wild.de

Tracklist:
1.March Of The Final Battle

2.The Rivalry

3.Kiss Of Death

4.Firebreather

5.Return Of The Dragon

6.Resurrection

7.Ballad Of William Kidd

8.Agents Of Black

9.Fire & Thunder

10.The Poison

11.Adventure Galley

12.Man On The Moon

13.War & Peace