D-A-D: Soft Dogs

D-A-D: Soft Dogs

Zwei Jahre nach „Everything glows“ melden sich D-A-D zurück… und enttäuschen leider auf der ganzen Linie. Konnte ich bisher mit jeder Scheibe der Dänen etwas anfangen, oder hatten sie zumindest ihre Momente, so rauscht „Soft Dogs“ doch meist belanglos an einem vorbei. Die Songs sind fast alle im „hardrockmäßigen Midtempobereich“ gehalten und wollen einfach nicht zünden. Kein Hit der Marke „Sleeping My Day Away“, kein „Evil Twin“, stattdessen nur 08/15 Hardrock, den man von D-A-D zum einen SO nicht gewohnt ist und zum anderen auch nicht hören will. Auf den älteren Scheiben wurden sämtliche Musikstile, egal ob Rock, Metal, Punk oder Country vermischt und zu einem fast einzigartigen Sound verarbeitet. Bei „Soft Dogs“ ist dies leider nicht der Fall. Lediglich das cool swingende „What`s The Matter“, das kurze und D-A-D typische „Un Frappe Sur La Tete“, das leicht bluesig angehauchte „Blue All Over“ und der souveräne, melancholische Gesang von Jesper Binzer können überzeugen. Zu wenig für eine Band wie D-A-D.

Ich empfehle allen Fans der Band die CD vorher anzuhören, damit man kein böses Erwachen vor der heimischen Stereoanlage erlebt. Vielleicht habe ich auch zu viel erwartet nach ihrem letzten, wirklich starken und doch wieder recht harten Werk. Zugegeben, auch „Sympatico“ war ruhiger und relaxter, hatte aber die besseren Songs.

„Soft Dogs“ kann man leider nur nebenbei hören, wie zum Staubwischen oder Geschirsspülmaschine ausräumen. Da ich aber eine Freundin habe und den gesamten Backkatalog der Band besitze, werde ich die CD jetzt unter „D“ wie eben D-A-D oder „Das nächste Mal bitte wieder besser“ ablegen. Schade.

Line-Up:
Jesper Binzer – Gesang, Gitarre

Jakob Binzer – Gitarre

Stig Pedersen – Bass

Laust Sonne – Drums

Homepage: http://www.d-a-d.com

Tracklist:
1. Soft Dogs

2. What`s The Matter?

3. The Truth About You

4. Golden Way

5. So What?

6. Between You & Me

7. Outthere

8. It Changes Everything

9. Un Frappe Sur La Tete

10. Blue All Over

11. Hey Little Airplane

12. Human Kind