COHEED AND CAMBRIA: No World For Tomorrow

Die New Yorker Alleskönner setzen zum ganz großen Wurf an!

Es gibt Alben, die muss man nur einmal gehört haben, um zu wissen, dass sie großartig sind. Allerdings sind es auch immer eben diese Scheiben, die man ohnehin zig Male hört, bevor man sich dazu äußert. Ein solches Album ist No World For Tomorrow, das vierte Werk, das COHEED AND CAMBRIA veröffentlichen, und in dem die Geschichte des Paares Coheed und Cambria komplettiert wird.

Frontmann Claudio Sanchez ist ohne Frage ein ganz schön gewitztes Kerlchen, denn er macht nicht nur vier (!) zusammenhängende Konzeptalben (schon das Debüt war ein solches) sondern schreibt dazu auch noch Musik, die irgendwo zwischen Progressive-, Hard-, College- und Emorock liegt. Der Mann sieht zudem aus wie eine Kreuzung aus Slash und einem Pavian, singt dabei aber eher wie Cyndi Lauper featuring Geddy Lee (RUSH) – ein wirkliches Unikat eben.

Schon mit dem letzten Album Good Apollo: I`m Burning Star IV, Volume 1: From Fear Through The Eyes Of Madness konnten COHEED AND CAMBRIA große Erfolge feiern und die etwas straightere, weniger verspielte Ausrichtung von No World For Tomorrow wird diesbezüglich auf keinen Fall hinderlich sein. In den USA stieg das Album bereits aus dem Stand auf Platz 6 der Bilboard-Charts ein.

No World For Tomorrow verfügt abermals über große Refrains, tolle Melodien und ein absolut außergewöhnliches Songwriting. Diese Herren gelten nicht umsonst als eine der ganz großen Hoffnungen, nicht nur des Progrocks sondern generell für die Rockszene. Im Gegensatz zum Vorgängeralbum wird etwas weniger auf Episches und Ausschweifendes gesetzt, was sich positiv auf den Fluss des Albums auswirkt. Allerdings beinhaltet gerade die Mitte der Scheibe einige Längen, die so nicht hätten sein müssen, jedoch entschädigen sowohl die ersten 5 als auch die letzten 4 Songs für alles!

Da nach dem Ausstieg von Josh Eppard der neue Drummer Chris Pennie (Ex-DILLINGER ESCAPE PLAN) aus vertraglichen Gründen die neue Rille noch nicht einhämmern durfte, bediente man sich der exzellenten Kontakte des ausführenden Produzenten Nick Raskulinecz (FOO FIGHTERS, VELVET REVOLVER, STONE SOUR) und ließ keinen geringeren als FOO FIGHTERS-Drummer Taylor Hawkins sämtliche Parts einspielen. Zu diesem Starensemble an Mitarbeitern gesellt sich noch der allgegenwärtige Rick Rubin, der als A&R aktiv wurde. Das No World For Tomorrow daher grandios klingt, muss ich wohl nicht mehr anfügen.

Ein grandioses Album, das hoffentlich einschlägt wie eine Bombe!

Spielzeit: 59:59 Min.

Line-Up:
Claudio Sanchez – Gesang, Gitarre, Keyboard, Synthie
Travis Stever – Gitarre, Gesang
Michael Todd – Bass
Chris Pennie – Schlagzeug
(Taylor Hawkins – Schlagzeug)

Produziert von Nick Raskulinecz, Coheed And Cambria
Label: Sony BMG

Homepage: http://www.coheedandcambria.com/

Tracklist:
01. The Reaping
02. No World For Tomorrow
03. The Hound (Of Blood And Rank)
04. Feathers
05. The Running Free
06. Mother Superior
07. Gravemakers & Gunslingers
08. Justice In Murder

THE END COMPLETE
09. I – The Fall Of House Atlantic
10. II – Radio Bye Bye
11. III – The End Complete
12. IV – The Road And The Damned
13. V – On The Brink