BURNING WITCHES: Hexenhammer

BURNING WITCHES: Hexenhammer

Der Aufstieg von BURNING WITCHES ist beinahe schon als kometenhaft zu bezeichnen. Gerade einmal vor drei Jahren gegründet, liegt mit „Hexenhammer“ nun schon das zweite Album der Schweizerinnen vor. Dem nicht genug, ist das Album auch noch beim Major Label Nuclear Blast erschienen und bei der Produktion mischten V.O. Pulver (GURD, POLTERGEIST) und Marcel Schirmer (DESTRUCTION) mit. Letzterer äußerte sich gar als großer Befürworter der Band. Was steckt aber hinter diesem Zuspruch?

All-female Combo BURNING WITCHES sind eingängig

Die pure Musik ist es wohl nicht. Zwar kommt der Heavy Metal von BURNING WITCHES leichtfüßig und eingängig daher, aber auf Albumlänge fehlt es einigen Tracks an Tiefe. So wirken etwa der Titeltrack, „Lords of War“ oder „Holy Dive“ gar etwas platt und langsam. Bewusst träger ist die Ballade „Don´t Cry My Tears“ gehalten – tja eine GOTTHARDsche Ballade eben, wenn wir schon in der Schweiz sind.

„Hexenhammer“ fehlt es an Tempo

Doch BURNING WITCHES können auch anders, wie der Einstieg ins Album beweist. Denn der nach einem Intro erste Song des Albums „Executed“ hat durchaus Power und Schmackes. Auch in weiteren Songs lässt das Quintett seine Muskeln spielen. So legt die erst 19-jährige Sonia Nusselder (URSINNE) eine weitere Talentprobe an der Gitarre ab, wenn sie gemeinsam mit Romana Kalkuhl das eine oder andere gute Gitarrensolo beisteuert („Open Your Mind“). Herausragend sind die Soli aber nicht – da fehlt es einfach generell an Tempo. Denn die Songs auf „Hexenhammer“ bewegen sich großteils im Mid-Tempo. Und das ist irgendwie schade, als dass dadurch an sich guten Songs einiges an Schärfe genommen wird („Maiden of Steel“, „Dead Ender“).

Absoluter Pluspunkt bei BURNING WITCHES ist der Gesang

Erwähnenswert ist sicherlich noch der Gesang von Seraina Telli. Die Sängerin variiert mit ihrer Stimme recht gut und klettert die Oktaven rauf und runter. Insbesondere das ganz hohe Kreischen weiß zu gefallen und verleiht den Songs eine besondere Wirkung. Hinzu kommt eine leicht theatralische Ausdrucksform, die Lust auf mehr macht. Für dieses „Mehr“ sollten BURNING WITCHES jedoch noch griffiger werden und insbesondere in Sachen Tempo und kompositorischer Tiefe zulegen. Aber die quasi Newcomer-Band hat ja noch Zeit – und dank namhafter Unterstüzung wohl auch die Mitteln.

Veröffentlichungstermin: 09.11.2018

Spielzeit: 47:00 Min.

Line-Up:
Seraina Telli – Gesang
Romana Kalkuhl – Gitarre
Sonia Nusselder – Gitarre
Jeanine Grob – Bass
Lala Frischknecht – Schlagzeug

Produziert von V.O. Pulver (GURD, POLTERGEIST) & Marcel Schirmer (DESTRUCTION) @ Little Creek Studio

Label: Nuclear Blast Records

Homepage: https://www.facebook.com/burningwitches666

BURNING WITCHES „Hexenhammer“ Tracklist

1. The Witch Circle
2. Executed (Video bei YouTube)
3. Lords of War
4. Open Your Mind (Lyric-Video bei YouTube)
5. Don´t Cry My Tears
6. Maiden of Steel
7. Dungeon of Infamy
8. Dead Ender
9. Hexenhammer (Video bei YouTube)
10. Possession
11. Maneater
12. Holy Diver
13. Self Sacrifice [Bonus-Track]
14. Don´t Cry My Tears (acoustic) [Bonus-Track]

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Doom / Death / Black / Thrash und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Death Metal, Doom-Death Metal, Doom Metal, Symphonic Metal, Gothic Metal, Sludge.