BODYSNATCHER: Bleed-Abide

„Deathcore ist der Hammer“ sind die vier Jungs – der aus Florida stammenden – BODYSNATCHER unisono einer Meinung. Deshalb braucht man sich auch keine großen Gedanken machen, in welches Genre das dritte Album „Bleed-Abide“ einzuordnen ist: Hardcore gepaart mit Metal und garniert mit wütenden Breakdowns, so kann man den Deathcore der Amis in ein paar Worten zusammenfassen.

100% Deathcore ohne Starallüren

Aus welchem Grund der Opener „Bleed“ lediglich als nichtssagendes Intro fungiert, bleibt das Geheimnis der Band. Denn erst mit „Abide“ zeigen die Musiker, wie ihre Interpretation des modernen Deathcores aussieht. Hier werden Slam Riffs mit gutturalen Gesangsparts vereint und die Musik wird bedrohlich dunkel und voller Wut zelebriert. Jeder Moshpit Liebhaber wird von den Breakdowns beeindruckt sein, kommen sie doch in jedem Song vor und animieren zum Mitmachen.

Inhaltlich enorm persönlich ist die Vorab Single „E.D.A.“ ausgefallen. Handelt der Song doch über das Ableben der Mutter von Gitarrist Kyle Carter. Diesem liegt dieser Titel sehr am Herzen und er hofft, allen zu helfen, denen es ähnlich ergeht.

Songs wie „Value Through Suffering“ oder „Chaos“ geben immerhin wenigstens zu Beginn der Nummern mit ruhigen Passagen Zeit zu verschnaufen, bevor qualitativ hochwertig wieder drauf los geknüppelt wird. Doch gerade bei eben genannten Titeln, drosselt man das Tempo ein wenig, was den Mosh Faktor ein bisschen herunterschraubt. Nichtsdestotrotz misst man bei den 13 Tracks ein wenig den Abwechslungsreichtum, da hilft auch das permanent hohe Level an musikalischem Können nicht. Zweifelsohne sind auf „Bleed-Abide“ durchgehend starke Deathcore Tracks zu finden und Anhänger dieses Genres werden mit Sicherheit ihre liebe Freude haben. Denn die bedrohlich, epische Demonstration von musikalischer Aggression ist nichts für schwache Nerven und bringt jeden Liebhaber extremen Metals zum Grinsen.

BODYSNATCHER in sicheren Gewässern

Dass es auch einen Tick thrashiger geht, zeigen BODYSNATCHER mit dem Titel „Smashed Perception“, der eindeutig in diese Kerbe schlägt, jedoch mit seinen stampfenden Riffs und den derben Lyrics sicher ins Deathcore Fahrwasser zurückkehrt.

Das die Band aus dem Sonnenstaat Florida stammt, macht die Musik zum etwas anderem Soundtrack für die dort ansässigen Amis. Einen verdunkelnden Himmel, Sturm Böen und wütende Stimmung passen da schon viel passender ins musikalische Bild, welches „Bleed-Abide“ vermittelt. Auch wenn das Album nicht gerade vor Abwechslungsreichtum glänzt, macht diese Tatsache aufgrund der durchschnittlich drei Minuten Spielzeit der Songs nicht viel aus.

BODYSNATCHER schaffen mit „Bleed-Abide“ ein Album, das dem Deathcore Genre guttun wird. Man muss nicht immer zwanghaft über den musikalischen Tellerrand hinaus schielen, um ein solides Album abzuliefern.

Veröffentlichungsdatum: 22.04.2022

Label: MNRK Heavy

Spieldauer: 42:15

Line Up:

Chris Whited – Drums
Kyle Carter – Gitarre
Kyle Shope – Bass
Kyle Medina – Vocals

BODYSNATCHER “Bleed-Abide” Tracklist

1. Bleed
2. Abide
3. Absolved Of The Strings And Stone
4. Smashed Perception
5. Flatline
6. Glass Prison
7. Value Through Suffering
8. Chaos
9. E.D.A. (Video bei YouTube)
10. Wired For Destruction (Video bei YouTube)
11. Hollow Shell
12. Behind The Crowd
13. The Question

Internet:

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Bandcamp  bodysnatcherfl.bandcamp.com/